"Was hier passiert ist Wahnsinn für unseren Sport"

9. Februar 2005, 13:55
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Auch Industrie reagiert auf Bormio-Fiasko mit Kritik

Bormio - Auch die Vereinigung der Ausrüster-Industrie im Skisport hat auf den TV-Streik bei der WM in Bormio mit Kritik reagiert. "Das ist der finale Aufruf, endlich für mehr Professionalität im Skisport zu sorgen", sagte Fischer-Geschäftsführer Gregor Dietachmayr, der zusammen mit Atomic-Geschäftsführer Michael Schineis Präsident der Skiracing Suppliers Associaton (SRS) ist. In dieser Nachfolge-Vereinigung des früheren IRT sind 45 Mitglieder aus allen Ausrüstungsbereichen von Ski über Schuhe, Helme Brillen usw. vertreten.

Für Dietachmayr ist der RAI-Streik und die Absage des Herren-Riesentorlaufs am Mittwoch das "Tüpfelchen auf dem i" einer jahrelangen Entwicklung, die dazu führe, "dass das Interesse an unserem Sport eher ab- als zunimmt", nahm der Fischer-Topmanager vor allem den Ski-Weltverband (FIS) ins Visier. Er wolle zwar nicht zusätzliches Öl ins Feuer gießen, "wenn dass jetzt aber nicht endlich zu sinnvollen gemeinsamen Lösungen und einer Steigerung der Professionalität im Skisport führt, dann weiß ich nicht. Wir haben ja alle das gleiche Interesse, jetzt muss rasch etwas passieren."

Dietachmayr weiter: "Was hier in Bormio passiert, ist Wahnsinn für unseren Sport. Das ist fahrlässig, denn das Fernsehen ist die Lebensader des Sports." Und es tue doppelt weh, "wenn man sich daran erinnert, wie perfekt die jüngsten drei Großveranstaltungen in St. Anton, Salt Lake und St. Moritz waren. In Salt Lake sogar trotz September Eleven."

Prinzipiell gehe es aber darum, dass sowohl Industrie und Sponsoren als auch die nationalen Skiverbände sich längst fragen, ob der Return der Investitionen noch ausreichend sei. Allein die Industrie pumpt laut Dietachmayr mindestens 70 Millionen Euro jährlich in den Skisport. (APA)

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