Nahendes Ende eines uralten Giganten?

14. Februar 2005, 20:43
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Wind und Wetter setzen dem Sequoia-Baum mit dem zweitgrößten Umfang der Welt zu

San Francisco - Der zweitgrößte Baum der Welt kämpft gegen Wind und Wetter um sein Überleben. Der Sequoia-Riese mit einem Umfang von rund 46 Metern ist nach über 2000 Jahren standhafter Existenz im nordkalifornischen Sequoia-Nationalpark vom Absterben bedroht, weil ihm Stürme, Schnee und ein Waldbrand zusetzten, sagte die Rangerin Alexandra Picavet am Dienstag.

Zuerst stutzten Winterstürme den Baum von seiner ursprünglichen Höhe von 115 Metern auf etwa 50 Meter herunter - er blieb aber der Baum mit dem zweitgrößten Umfang der Welt. Im Jahr 2003 wütete ein Brand, dessen Hitze den Baum aushöhlte und schwächte. Im Innern hohl und ohne Spitze, litt der uralte Gigant in diesem Jahr besonders unter den schweren Schneefällen in der Region.

Im Frühjahr wollen Experten untersuchen, wie lange der Baum noch zu leben hat. Das könnten noch mehrere hundert Jahre sein, sagte Picavet - das Ende könne aber auch sehr schnell nahen. Der Tod eines Sequoia-Baums sei aber nicht die Tragödie, als die er von vielen Menschen angesehen werde. "Das ist ein absolut natürlicher Prozess", sagt Picavet. "Die verbreitetste Todesursache bei Sequoias ist, dass sie einfach umfallen." Der weltberühmte Sequoia-Park ist nach den einmaligen Mammutbäumen benannt, deren Name sich wiederum vom Irokesen-Häuptling Sequoyah herleitet. (APA)

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    Archivbild eines Sequoia-Baumes

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