Bode Miller hat eine Idee

9. Februar 2005, 14:05
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Doppelweltmeister von Bormio ist unzufrieden mit US-Verbandsstrukturen - "In meinem Team hätte jeder eine Chance, Partys zu feiern"

Bormio - Weltcup-Spitzenreiter Bode Miller hat sich in seiner täglichen Kolumne, die während den alpinen Ski-Weltmeisterschaften in Bormio in der "Denver Post" und im "Kurier" erscheinen, Gedanken über seine Zukunft gemacht. Dass er nach den Olympischen Winterspielen 2006 in Turin seine Karriere beende sei ebenso eine Möglichkeit wie die Gründung eines eigenen Teams. "Erik Schlopy und ich haben angedacht, eine neue Pro Tour zu gründen. Oder wir stellen ein Team für den Weltcup zusammen", schreibt der US-Superstar.

"Wir könnten Barilla oder einen anderen meiner Sponsoren dazu bringen, uns zu unterstützen. Jeder im Team bekäme ein Gehalt, so dass die Burschen, die nicht so gut fahren, ein fixes Einkommen hätten. Ich könnte Antrittsprämien lukrieren, die ich unter den Kollegen aufteile. Wir könnten so arbeiten, wie ich mir vorstelle, dass ein Team laufen soll."

Als Grund für diese Überlegungen gibt Miller seine Unzufriedenheit mit der Führung des US-Teams an: "Ich glaube nicht, dass das US-Ski-Team den Sport so behandelt, wie er es sich verdient: Viele Läufer verdienen nicht genug, um davon leben zu können, sie bekommen keine ausreichende medizinische Versorgung. Es wird erwartet, dass sie sich allen Regeln, der Terminplanung, den Strukturen unterwerfen. Deswegen haben sie auch nicht den Spaß, den normale Leute in unserem Alter haben. In meinem Team hingegen hätte jeder eine Chance, Freizeit zu haben und Partys zu feiern."(APA/Reuters)

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    Bode Miller ist nicht zufrieden.

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