Zapatero verurteilt Anschlag: "Bomben führen nur ins Gefängnis"

11. Februar 2005, 18:07
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Spanischer Premier: "Kein Platz für Terroristen in der Gesellschaft" - Batasuna verurteilt jüngsten Anschlag in Madrid nicht

Warschau - Der spanische Regierungschef Jose Luis Rodriguez Zapatero hat den Anschlag der baskischen Untergrundorganisation ETA am Mittwoch in der Früh in Madrid scharf verurteilt. "Ich möchte den ETA-Terroristen und denen, die sie unterstützen, sagen, dass für sie kein Platz in der Gesellschaft ist", sagte Zapatero bei einem Besuch in der polnischen Hauptstadt Warschau. "Bomben führen nur ins Gefängnis." Die Zukunft des Baskenlandes werde "Ihnen zum Trotz und gegen sie" aufgebaut werden.

Batasuna verurteilt jüngsten Anschlag in Madrid nicht

Bis auf die verbotene Basken-Partei Batasuna haben alle politischen Kräfte in Spanien das jüngste Bombenattentat in Madrid verurteilt. Nach Angaben der spanischen Tageszeitung "El Mundo" (Internet-Ausgabe) rief der Senator der baskischen Nationalistenpartei PNV, Inaki Anasagasti, Batasuna-Chef Arnaldo Otegi auf, "endlich den Mut zu haben", der Terrororganisation ETA zu sagen, "dass sie verschwinden soll."

Batasuna gilt als politischer Arm der ETA (Euskadi Ta Askatasuna/Baskenland und Freiheit), die für den Autobombenanschlag in der Nähe eines Kongresszentrums der spanischen Hauptstadt verantwortlich gemacht wird. (APA/Reuters/red)

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