Auszeichnung für Doris Schröder-Köpf

9. Februar 2005, 11:20
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Zeitschrift Bunte ehrt Kanzlergattin für ihr soziales Engagement als "Wichtigste Frau des Jahres 2004"

Berlin - Doris Schröder-Köpf ist die "Wichtigste Frau des Jahres 2004". Mit diesem Preis der Zeitschrift "Bunte" wurde die Ehefrau des deutschen Bundeskanzlers Gerhard Schröder am Dienstagabend in Berlin für ihr Engagement für Schwache und Benachteiligte sowie ihren Einsatz für Kinder geehrt. Zu der Preisverleihung im Hotel Adlon war auch die Frau des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Ludmilla Putina, gekommen.

"Verantwortung für die Gesellschaft"

Der Verleger Hubert Burda würdigte Schröder-Köpf in einer sehr persönlichen Laudatio als tatkräftige Frau: "Wo Sie wirklich etwas bewegen können, setzen Sie sich ein." Durch ihre Position als Kanzlergattin übernehme sie dabei viel Verantwortung für die Gesellschaft. Mit ihrer Unterstützung für die Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendtelefone und ihrer Initiative "Deutschland liest vor" habe sie die Gesellschaft bereichert. "Sie sind ein Vorbild für die Menschen in diesem Land", betonte Burda.

"Jedes einzelne Kind muss uns Gold wert sein"

Schröder-Köpf zeigte sich über die Auszeichnung sichtlich erfreut. Sie nehme den Preis stellvertretend für die vielen ehrenamtlichen Helfern ihrer Initiativen an, sagte die frühere Journalistin. Besonders Engagement für Kinder sei ihr immer schon ein Anliegen gewesen. "Jedes einzelne Kind muss uns Gold wert sein", sagte die Mutter einer Tochter und eines Adoptivkindes. "Alles, was wir den Kindern heute nicht geben, werden wir nicht zurück bekommen."

Der Preis der Zeitschrift "Bunte" wurde in diesem Jahr zum dritten Mal verliehen. Im vergangenen Jahr ging er an die Modedesignerin Jil Sander, davor hatte CDU-Chefin Angela Merkel die Auszeichnung erhalten.

Künftig auf Meinungsbeiträge verzichten

Schröder-Köpf will sich künftig nicht mehr mit Meinungsbeiträgen für Medien in die politische Auseinandersetzung einschalten. "Ich lege es nicht darauf an, in den Medien stattzufinden", sagte sie der in Hannover erscheinenden "Neuen Presse" vom Mittwoch. Anfangs habe sie das Schreiben von Beiträgen "noch als einen kleinen Ausflug in meinen Beruf zurück erlebt". Dies sei "schön" gewesen, sagte sie, "aber die Phase ist für mich beendet." (APA)

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    Gerührt: Doris Schröder-Köpf
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