Gericom stellt Notebook-Produktion in Linz ein - Börsewechsel denkbar

15. Februar 2005, 08:47
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Vorstand: Übernahme eines Großteils der Mitarbeiter durch externe Partner - Kein Börserückzug, aber Wechsel möglich - Partner aus China steigen ein

Der börsenotierte Linzer Notebookhersteller Gericom hat Mittwochvormittag bestätigt, dass die Produktion am Standort Linz eingestellt werden soll. Ein Großteil der betroffenen 35 Mitarbeiter werde von externen Partnern übernommen, erklärte Vorstand Patrick Prügger.

"positive Stimmung

Die Stimmung im Unternehmen beschrieb er als "durchaus positiv". Die Unsicherheit sei abgebaut und eine klare Perspektive für die Beschäftigten, die bereits informiert worden seien, geschaffen worden, so Prügger.

Abbau

In den vergangenen beiden Quartalen seien pro Monat bereits zwei bis drei Arbeitsplätze abgebaut worden, zum Teil auch durch natürliche Fluktuation. Dadurch habe sich der Personalstand von rund 250 auf zuletzt 220 reduziert.

Eine Großserienproduktion habe es in der Linzer Zentrale im vergangenen halben Jahr nicht mehr gegeben. Die Mitarbeiter hätten nur mehr Kleinserien erzeugt und Reparaturen durchgeführt, was sich aber nicht mehr gerechnet habe. Diese Arbeiten würden künftig an externe Anbieter ausgelagert.

Anpassung

Auf einen weiteren Mitarbeiterabbau angesprochen sagte Prügger, dass es zu "Anpassungen an die neuen Anforderungen" im Zuge der "Umstruktierung des Unternehmens" kommen müsse.

Es gebe keine Überlegungen seitens Gericom, sich mittelfristig von der Börse zurückzuziehen, so der Vorstand. Dies werde auch vom asiatischen Partner, der sich am Aktienkapital des Unternehmens beteiligen soll, nicht gewünscht. Gericom notiert zur Zeit in Frankfurt.

Sinnvoller Wechsel

Aus Prüggers Sicht wäre es aber sinnvoll, das Thema Börse - vor allem im Hinblick auf den Standort - zu diskutieren. Es gebe Argumente, die für einen Wechsel an den Wiener Aktienmarkt sprechen würden.

Bedeckt

Bei dem asiatischen Partner handle sich dabei um einen der größten chinesischen Elektronikhersteller, gab sich Prügger mit Verweis auf die bevorstehende Aufsichtsratssitzung am 14. Februar zunächst bedeckt.

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