Amnesty kritisiert zunehmende Hinrichtungen in China

11. Februar 2005, 20:38
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Meiste Exekutionen weltweit - 650 Menschen vor Neujahrsfest exekutiert worden

Peking - Vor dem chinesischen Neujahrsfest sind in der Volksrepublik China laut Amnesty International 200 Menschen im Schnellverfahren hingerichtet worden. Die Exekutionen hätten in den vergangenen zwei Wochen stattgefunden, hieß es in einer am Mittwoch verbreiteten Erklärung der Menschenrechtsorganisation. Zudem seien in den Monaten Dezember und Jänner insgesamt mindestens 650 Menschen hingerichtet worden. All dies stelle eine deutliche Steigerung dar.

Die chinesischen Behörden glaubten offenbar, ihren Bürgern mit der schnellen Ausschaltung von verurteilten Kriminellen mehr Sicherheit zum Neujahrsfest bieten zu können. Es sei jedoch ein Trugschluss zu meinen, dass die Todesstrafe von Verbrechen abschrecke. Amnesty zufolge werden in China die meisten Hinrichtungen der Welt vollstreckt. Oft erhielten die Verurteilten kein faires Gerichtsverfahren, da Geständnisse mit Folter erpresst würden und Angeklagten nur ein eingeschränkter Rechtbeistand gewährt werde.

Die Organisation appellierte an die Regierung in Peking, von Hinrichtungen Abstand zu nehmen. Außerdem wurden die Länder der Europäischen Union aufgerufen, die Menschenrechtslage in China bei den Erörterungen einer möglichen Aufhebung des Waffenembargos gegen Peking auf keinen Fall außer Acht zu lassen. (APA/AP)

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