Mehr Geld bei Flugausfällen

9. Februar 2005, 07:16
posten

Höhere Entschädigung für Passagiere - Für USA-Flüge ab 15. Februar: Feuerzeugverbot

Wien/Washington - Der Februar bringt für Fluggäste gravierende Neuerungen: Ab 15. Februar ist auf Flügen in die und innerhalb der USA jede Art von Feuerzeugen verboten, zwei Tage später tritt eine neue EU-Verordnung in Kraft, die Passagieren höhere Entschädigungen bei Verspätungen und Flugausfällen bringt.

Rund um das Feuerzeugverbot gibt es einige Verwirrung. Die Austrian Airlines gaben am Dienstag in einer Aussendung bekannt, dass die neue Regelung ab kommender Woche in Kraft tritt. Genau genommen verlangt die US-Behörde für Transportsicherheit TSA das Verbot aller Butangas-Feuerzeuge - sowohl im Kabinen- als auch im aufgegebenen Gepäck. "In der Praxis wird man bei der Sicherheitskontrolle aber nicht unterscheiden können, welcher Brennstoff verwendet wird und daher alle beschlagnahmen", erklärt Livia Dandrea von der AUA-Pressestelle. Man sei aber noch am Überlegen, wie mit besonders teuren Feuerzeugen verfahren wird.

Beim Flughafen Wien weiß man laut Pressesprecher Hans Mayer offiziell noch nichts von der neuen Regelung. Sollte sie wirklich kommen, rechnet er mit Verzögerungen durch gründlichere Kontrollen und Diskussionen mit den Passagieren. Schließlich flogen im Vorjahr 160.000 Menschen in die USA.

Doch selbst dort ist man noch wenig informiert über das Feuerzeugverbot. Bei der TSA-Hotline für Passagiere heißt es, es seien bei Inlandsflügen nach wie vor zwei Stück pro Passagier erlaubt. Bei der US-Flugsicherheitsbehörde FAA dagegen meint man inoffiziell, die TSA habe die Verordnung einfach noch nicht fertig, sie komme aber.

Bis zu 600 Euro

Eine gute Nachricht ist dagegen die neue EU-Verordnung, die, wie berichtet, am 17. Februar in Kraft tritt. Wird ein Flug, gleich ob Linien-oder Charterflug, annulliert oder kommt der Reisewillige wegen Überbuchung nicht an Bord, gibt es künftig je nach Fluglänge bis zu 600 Euro Entschädigung. Zusätzlich wird festgeschrieben, dass bei Verspätungen Getränke, Snacks oder Übernachtungsmöglichkeiten zur Verfügung gestellt werden müssen. (moe, DER STANDARD, Printausgabe vom 9.2.2005)

Share if you care.