Heeresgeschichtliches Museum bekommt neuen Chef

8. Februar 2005, 23:31
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Bisheriger Direktor Manfried Rauchensteiner will sich anderen Aufgaben widmen

Wien - Das Heeresgeschichtliche Museum (HGM) bekommt einen neuen Chef. Der bisherige Direktor Manfried Rauchensteiner will noch einmal eine neue Aufgabe annehmen, wie er am Dienstag auf Anfrage der APA sagte. Das Verteidigungsministerium hat am Dienstag die Ausschreibung für die Nachfolge im Amtsblatt zur "Wiener Zeitung" veröffentlicht. Die Ausschreibungsfrist läuft bis 17. März. Bewerber und Bewerberinnen müssen österreichische Staatsbürger sein, ein einschlägiges Studium und wissenschaftliche Erfahrung mitbringen. Bei männlichen Bewerbern werden zudem die Ausbildung zum Milizoffizier und Erfahrung im Verteidigungsressort erwünscht.

Der Militär- und Zeithistoriker Rauchensteiner, geboren am 25. Juli 1942 in Villach, hatte die Leitung des HGM im Jahr 1992 als Nachfolger von Franz Kaindl übernommen. Immer wieder hatte er auf die Platzprobleme des Hauses aufmerksam gemacht, dessen Sammlungen vom 16. bis in das 20. Jahrhundert reichen. In fünf großen Abschnitten werden die Geschichte der Habsburgermonarchie vom Ende des 16. Jahrhunderts bis 1918 und das Schicksal Österreichs nach dem Zerfall der Monarchie bis 1945 gezeigt. Dazu kommen Sonderausstellungen.

Kritik am HGM

Im Vorjahr hatte der Rechnungshof das HGM massiv kritisiert. Die Rede war von Besucherrückgang, ungeeigneter Lagerung der Bestände und Problemen bei der Inventarisierung. Mit diesem Bericht stehe sein Rückzug nicht im Zusammenhang, so Rauchensteiner. Er sei nur im Herbst im 64. Lebensjahr und wolle noch einmal etwas anderes tun. Details wolle er aber noch nicht nennen. (APA)

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