Moorgebiet im Tiroler Unterland wurde unter Schutz gestellt

14. Februar 2005, 15:21
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Experten orten "außerordentlichen" Artenreichtum

Innsbruck - Die Tiroler Landesregierung hat am Dienstag das Moor bei Liesfeld im Gemeindegebiet von Kundl im Unterinntal unter Schutz gestellt. Laut österreichischem Moorschutz-Katalog sei das kalkreiche mesotrophe Versumpfungsmoor von überregionaler Bedeutung.

Das Moor biete Lebensraum für zahlreiche geschützte und gefährdete Pflanzenarten, speziell der Orchideen-Reichtum sei bemerkenswert, erklärte die zuständige Landesrätin Anna Hosp (V) nach der Regierungssitzung. An Amphibienarten seien Teichfrosch, Ringelnatter und Schlingnatter nachgewiesen, die alle auf den roten Listen Österreichs stünden. Und die Schlingnatter sei zudem in Tirol stark gefährdet.

Auch das zahlreiche Vorkommen seltener, geschützter Vogelarten sei erwähnenswert. Unter anderem seien in den Wiesen auch über 110 Arten von Großschmetterlingen nachgewiesen worden. Das Naturschutzgebiet sei die letzte großflächige Moorlandschaft im gesamten Talraum des Inntals. (APA)

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