"Jazz meets Klassik": Bassisten-Festival im Porgy & Bess

14. Februar 2005, 13:52
posten

"Bass Encounters" mit u. a. Circus Bassissimus, Duncan McTier, Miroslav Vitous - 17. bis 19. Februar

Wien - "Wir präsentieren die Creme de la Creme des Kontrabasses", meinte Christoh Huber, Leiter des Porgy & Bess, bei der heutigen Pressekonferenz zum Festival "Bass Encounters 2005 - Jazz meets Klassik". Von 17. bis 19. Februar gastieren internationale und österreichische Ensembles, wie u. a. Barre Phillips, Circus Bassissimus, Bass Instinct, Niels-Henning Örsted Pedersen, Duncan McTier, Rufus Reid, und Miroslav Vitous in der Wiener Riemergasse. Zusammengestellt hat das Programm der in Österreich lebende amerikanische Kontrabassist Wayne Darling.

"Es gibt für junge Bassisten nicht so viele Möglichkeiten, Knowhow von erfahrenen Bassisten zu bekommen. Denn so populär ist der Kontrabass nicht", meinte Darling. Obwohl man sich um den Nachwuchs, gerade auch in Österreich, keine Sorgen machen müsse. Für diesen ist Darling neben seiner eigenen Musikkarriere auch als Lehrer an der Grazer Musikuniversität zuständig. "Bass Encounters" findet nach zwei Malen in Graz heuer in Wien statt, und bietet neben Konzerten auch Workshops, "bei denen nicht nur gescheite Fragen gestellt werden dürfen", so Helmut Frank vom Saiten-Produzenten Thomastik-Infeld, der als Hauptsponsor des Events fungiert.

Hoffen auf Kinderbesuch

"Wir hoffen auch auf den Besuch von Kindern, die ganz unbekümmert Fragen stellen. Ein Knirps wollte einmal wissen, wie lange ein Kontrabass brennt", fuhr Frank fort. "Wir beantworten selbstverständlich auch solche Fragen". Gedacht ist an einen zwanglosen Ablauf der offenen Workshops, die am 17. Februar mit Barre Phillips eröffnet werden: "What are we trying to do" (11 Uhr). Es folgen Circus Bassissimus (14 Uhr) und Niels-Henning Örsted Pedersen (16 Uhr), die aus dem Jazz-Nähkästchen plaudern. Ab 20 Uhr gibt es Konzerte mit Duncan McTier, Circus Bassissimus, und "Bass Encounters" (Wayne Darling, Arni Egilsson, Niels-Henning Örsted Pedersen).

Referenten des darauf folgenden 18. Februar sind Duncan McTier (11 Uhr), Bass Instinct (14 Uhr), Heinz Kovac und Bernhard Rieger von Thomastik Infeld: "The Art of Making Strings" (16 Uhr). Abends konzertieren Bass Instinct, Miroslav Vitous und Kristin Korb (ab 20 Uhr). Am letzten Tag, dem 19. Februar, geben Rufus Reid, Kristina Korb, Miroslav Vitous und Dieter Ilg ihre Erfahrungen weiter. Zum Finale stehen dann Dieter Ilg, Wolfgang Muthspiel, Barre Phillips und Rufus Reid am Abendprogramm. Umrahmt wird das Event von einer kleinen Instrumentenschau mit Bässen von der Familie Pöllmann aus dem bayrischen Mittenwald.

"Das Ganze soll eine lustvolle Gelegenheit sein, sich mit dem Kontrabass auseinander zu setzen", so Huber abschließend. Frank ergänzte: "Wir wollen den Kontrabass aus dem dunklen Eck ans Licht holen"!. (APA)

Share if you care.