Integrationsvertrag

8. Februar 2005, 18:41
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Der Integrationsvertrag wurde im Juni 2002 von der Regierung nach heftigen Debatten beschlossen und gilt seit 2003. Er sieht vor, dass Ausländer, die noch nicht aufenthaltsverfestigt sind (also nach dem 1. 1. 1998 nach Österreich gekommen sind), Deutschkurse absolvieren müssen. Die Kosten werden nur zu 50 Prozent vom Bund oder bei Schlüsselkräften vom Arbeitgeber getragen. Wird ein abschließender Test nicht innerhalb von vier Jahren absolviert, erlischt die Aufenthaltsgenehmigung.

Ausnahmen gab es für Spitzenmanager, alte und schwer kranke Menschen, Schüler, Schlüsselkräfte, die sich weniger als zwei Jahre in Österreich niederlassen wollen, und Bürger aus EWR- oder begünstigten Drittstaaten sowie für alle, die entsprechende Sprachkenntnisse vorweisen können. Im ersten Halbjahr 2004 nahmen von knapp 34.000 Personen aus der "Zielgruppe" nur 825 an den Deutschkursen teil. (tó/DER STANDARD, Printausgabe, 9.2.2005)

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