Styria will den Fellners "nicht tatenlos zusehen"

16. Februar 2005, 13:36
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"Kleine Zeitung" liefert Tiroler "Neuer" zu

Etwas kryptisch beendete Horst Pirker sein jüngstes Interview in der Branchenzeitung Horizont. Der Vorstandschef der Styria Medien AG (Kleine Zeitung, Die Presse): "Die Pflicht 2005 erreicht" sei mit einer neuen Tageszeitung in Kroatien und der Übernahme des Verlags ET Multimedia (50 Prozent am Wirtschaftsblatt). Doch "für die Kür bleibt natürlich noch Platz."

Wie diese Kür aussehen könnte, darüber machte sich Pirker bei einem Presse-Auftritt Gedanken. Nach Informationen des STANDARD sprach er bei der Gelegenheit von einer neuen Gratiszeitung des Grazer Medienkonzerns für Steiermark und Kärnten. Zur Abwehr nämlich des Zeitungsprojektes der Brüder Fellner, die schon die News-Gruppe aufgebaut haben. Steiermark und Kärnten sind die Stammländer der Kleinen Zeitung, des wirtschaftlichen Herzstücks der Styria.

"Tägliche Gratiszeitung nicht angedacht"

Pirker hat den Auftritt anders in Erinnerung: "Ich habe nur gesagt, dass wir zumindest in Steiermark und Kärnten sicher nicht tatenlos zusehen werden; wie genau wir agieren, nicht reagieren werden, ist noch ganz offen." Und: "An eine tägliche Gratiszeitung habe ich dabei allerdings noch nie gedacht."

Nicht ausschließen will Pirker, dass die Styria-Hauszustellung Redmail auch das Fellner-Blatt vertreibt. Er geht davon aus, dass diese Zeitung noch heuer erscheint.

Beistand für Tirol

Ein anderes neues Kleinformat unterstützt Pirkers Kleine Zeitung: Seit dem Relaunch der Tiroler Neuen am 1. Februar liefert ihr die Kleine täglich sechs bis acht Seiten Innenpolitik zu, die Vorarlberger Neue steuert seitenweise Österreich- und Weltchronik bei. Die Neue, Konzernschwester der Tiroler Tageszeitung, blieb nach dem Start im Herbst 2004 unter den Erwartungen. (Harald Fidler/DER STANDARD; Printausgabe, 9.2.2005)

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