Wien von Grippe-Epidemie erwischt

14. Februar 2005, 11:34
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28.000 Neuerkrankungen in der vergangenen Woche - ungewiss, ob Höhepunkt schon überschritten

Wien - Mit 28.000 Neuerkrankungen in einer Woche hat eine Grippe-Epidemie Wien voll erwischt. Man könne hier nicht mehr von einer Grippewelle sprechen, betonte eine Gesundheitsexpertin der zuständigen Magistratsabteilung 15 gegenüber der APA.

Ob mit dieser Zahl an Influenza-Erkrankungen bzw. grippalen Infekten bereits der Höhepunkt der Verbreitung erreicht sei, lasse sich derzeit noch nicht sagen. Üblicherweise dauern Grippewellen bis zu acht Wochen. Deshalb sei es höchst sinnvoll, sich noch impfen zu lassen.

In der vorvergangenen Woche waren erst 15.700 Neuinfizierte verzeichnet worden, mit jetzt rund 28.000 Neuinfektionen habe sich diese Zahl somit fast verdoppelt. Im Jahr 2004 hätten die Zahlen dagegen eher "einer sanften Welle" entsprochen. Allerdings habe es auch bereits Jahre mit höheren Infektionen gegeben.

Man solle sich noch impfen lassen, riet man bei der MA15. Zwar könne eine Impfung in der Inkubationszeit von bis zu drei Tagen die Erkrankung nicht mehr verhindern - sie schade jedoch auch nicht. Die Symptome einer Influenza unterscheiden sich von einem grippalen Infekt durch schwere Abgeschlagenheit und allgemeines Krankheitsgefühl, hohes Fieber und Entzündungen des Rachens, Bronchitis und Kopfschmerzen. (APA)

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    foto: matthias schrader
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