Jobabbau bei T-Mobile - Verhandlungen mit ver.di haben begonnen

10. Februar 2005, 14:08
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In Deutschland wurden Verhandlungen mit der Gewerkschaft aufgenommen - Ergebnis der Sozialplan-Verhandlungen in Österreich in zwei Wochen erwartet

Wien - Beim zweitgrößten Mobilfunkbetreiber T-Mobile Austria, wo wie berichtet 150 der 1.860 Jobs gestrichen werden sollen, laufen die Verhandlungen mit der Gewerkschaft über einen Sozialplan. "Mit einem Abschluss ist in etwa zwei Wochen zu rechnen", sagte T-Mobile Austria-Sprecherin Manuela Bruck am Dienstag zur APA.

Verhandlungen in Deutschland heute gestartet

In Deutschland, wo 1.200 Stellen bei T-Mobile wegfallen sollen, stößt der geplante Jobabbau auf heftigen Widerstand bei der deutschen Dienstleistungsgewerkschaft ver.di. Die Verhandlungen zwischen ver.di und der Unternehmensführung über das geplante Sparprogramm sind in Deutschland heute gestartet.

Das Vorgehen des Mobilfunkanbieters gleiche dem der Deutschen Bank, kritisierte der ver.di-Mobilfunkexperte und stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende von T-Mobile International, Ado Wilhelm, laut AP. Trotz hoher Gewinne sollten tausende Stellen gestrichen werden.

Da das Unternehmen hervorragend dastehe, gebe es keinen Grund für die geplante Stellenstreichung, sagte Wilhelm. "Wir wollen den Ausschluss betriebsbedingter Beendigungskündigungen und die geplanten Umbaumaßnahmen des Konzerns - soweit diese überhaupt erforderlich und sinnvoll sind - sozialverträglich begleiten", sagte er.

Save for Growth...

T-Mobile hatte im vergangenen Monat angekündigt, in den nächsten zwei Jahren europaweit bis zu 2.200 Stellen abbauen zu wollen, mehr als die Hälfte davon in Deutschland. Weitere 1.180 Stellen sollen nach Gewerkschaftsangaben durch Ausgliederung wegfallen. Der Personalabbau ist Bestandteil des Effizienzsteigerungsprogramms "Save for Growth" (Sparen um zu Wachsen), mit dem das Tochterunternehmen der Deutschen Telekom bis Ende 2006 ein jährliches Einsparvolumen von einer Milliarde Euro erzielen will.

In Österreich sollen bei T-Mobile Austria bis spätestens 2006 rund 70 bis 80 Mio. Euro eingespart werden, wobei 15 Prozent des Sparvolumens bzw. 10 Mio. Euro durch den Personalabbau erreicht werden. Die restlichen 85 Prozent sollen durch effizienzsteigernde Maßnahmen erzielt werden, etwa durch einen konzernweit stärker gebündelten Handyeinkauf, bei Mietleitungen und im Beratungsbereich sowie durch Auslagerungen. Aktuell wird die Auslagerung von Teilen der Logistik geprüft, davon wären 30 T-Mobile-Mitarbeiter betroffen. (APA)

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    Ergebnis der Sozialplan-Verhandlungen in Österreich in zwei Wochen erwartet

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