Grüne fordern Forcierung des Biolandbaus

11. Februar 2005, 13:50
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Das Label "Natürlich Wien" zur besseren Vermarktung von Öko-Produkten

In einem Bio-Lokal in der Wiener Innenstadt präsentierten die Wiener Grünen den Entwurf einer Dachmarke "Natürlich Wien" für Öko-Produkte. Sie setzen sich für mehr Bio-Landwirtschaft in der Bundeshauptstadt ein. Laut Umweltsprecher Rüdiger Maresch ist dies Teil der neuen Umweltkampagne "Natürlich Grün für Wien", in der sich seine Partei auch mit Bodenschutz, der Bach-Renaturierung und einem verbesserten Schutz des Wienerwaldes befasst.

Maresch kritisierte, dass zwischen 1995 und 2004 der Anteil der versiegelten bzw. verbauten Fläche um zehn Prozent gestiegen sei und forderte größerer Summen für den Rückbau der Wienerwaldbäche und eine Einschränkung des Individualverkehrs. Zudem wirtschaften nur ein Prozent der 800 Wiener Bauern ökologisch, von den sieben städtischen Betrieben gerade mal zwei. Durch eine veränderte Förderpraxis und verbesserte Vermarktung ließe sich der Anteil bis 2010 auf 25 Prozent heben, so die Überzeugung der Grünen.

Die SPÖ wies die Kritik zurück. Wien sei die einzige Millionenstadt, in der die Hälfte der gesamten Stadtfläche Grünland sei, beteuerte SP-Gemeinderat Heinz Hufnagl in einer Aussendung. "Der Schutz der Grünflächen wie insgesamt der Umwelt ist bei der sozialdemokratischen Stadtregierung in den besten Händen. Dazu braucht es keiner Anstöße seitens der Wiener Grünen"; so Hufnagl. (apa)

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