Hilfe für Personalchefs

24. Mai 2005, 11:48
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Neuer Qualitätsstandard der Personalent- wicklung, der Nutzen der Weiterbildung innerhalb der Business-Ziele transparent macht

Mit Investors In People (IIP) wurde ein Qualitätsstandard der Personalentwicklung eingeführt, der in Abstimmung auf die Business-Ziele einen Return on Investment sichtbar macht


"IIP trägt dazu bei, dass hohe Investitionen in Weiterbildung so effizient wie möglich getätigt werden, um den Return on Investment in Ihre Mitarbeiter zu optimieren" ist im Image-Folder der Industriellenvereinigung (IV) zu lesen, dem österreichischen IIP-Lizenznehmer, der die Qualifikationssteigerung von Mitarbeitern und Führungskräften zur Sicherung des Standortes zum Ziel hat.

Anfang der 90er-Jahre entstand "Towards a Skills Revolution", eine Abhandlung, auf deren Grundlage ein industrieller Standard für die Personal- und Unternehmensentwicklung erstellt, operationalisiert und alle drei Jahre aktualisiert wurde. Inzwischen wenden mehr als 35.000 Unternehmen weltweit den IIP Standard an - seit Kurzem auch österreichische. Der als flexibles Instrument durch zwölf Indikatoren definierte "Leitfaden" werde laut Peter Pendl (Pendl & Piswanger), Kooperationspartner der IV und exklusiver Berater in Sachen IIP, grundsätzlich von den Unternehmenszielen definiert.

Es bestehe nun zusätzlich die Möglichkeit dem Business-Plan einen Human-Resources-Business-Plan gegenüberzustellen.

Vorrangige Anliegen der an IPP-Standards interessierten Personalisten lägen laut Pendl in der Durchgängigkeit der Maßnahmen, im Fokus auf den Nutzen der Personalentwicklung und in der Transparenz bei der Gegenüberstellung Business-Plan und Personalentwicklung. "Es ist schön, wenn man Ergebnisse sehen und sagen kann, was es gebracht hat", so Pendl aus den Erfahrungen im Rahmen des Pilotprojektes zur Implementierung von IIP-Standards in heimischen Unternehmen.

Das ist ein Projekt, das vom Europäischen Sozialfonds (ESF) als Good Practice für Österreich ausgezeichnet worden ist und nun in "Phase zwei" - weitere acht bis zehn Unternehmen werden zur "IIP-Projektarbeit" eingeladen - eintreten soll. Beginnend mit Interviews werden, bezogen auf die IIP-Indikatoren, Ergebnisse aufgezeigt und entsprechende Empfehlungen abgegeben. "Begleitend werden in den IIP-Circles Expertengespräche mit internen und externen Beratern geführt oder Einzelunterstützung angeboten", so Pendl. Zur Verfügung stünden "Pakete", die etwa für die Ersterhebung und Begleitung resp. finale Evaluierung für ein 100-Mitarbeiter-Unternehmen rund 18.000 Euro veranschlagen. Für ein 2000-Mitarbeiter-Unternehmen würde sich diese Summe auf rund 37.000 Euro belaufen - dies als Richtwert, so Pendl. (Der Standard, Printausgabe 5./6.2.2005)

Heidi Aichinger

Ausführliche Informationen unter Investors in People

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