DaimlerChrysler erhält rund 500 Millionen Euro für Fuso-Skandal

23. Februar 2005, 13:05
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Wegen Rückrufskandal beim Lkw- und Bushersteller - 200 bis 250 Millionen Euro sollen in bar fließen, Rest in Aktien

Stuttgart - DaimlerChrysler erhält von Mitsubishi Motors rund 500 Mio. Euro als Ausgleich für die Verluste aus dem Rückrufskandal beim Lkw- und Bushersteller Mitsubishi Fuso. Wie am Dienstag aus gut informierten Kreisen verlautete, sollen dabei 200 bis 250 Mio. Euro in bar fließen, der Rest in Aktien.

DaimlerChrysler hatte bis März 2004 seinen Anteil an Fuso auf 65 Prozent aufgestockt. Heute, Dienstag, kündigte der deutsch-amerikanische Autokonzern an, im Zuge einer Entschädigungsvereinbarung mit Mitsubishi die restlichen 20 Prozent an Fuso zu übernehmen, wodurch der Anteil an dem Lkw-Hersteller auf 85 Prozent steigen würde.

Zusammenarbeit zwischen NedCar und Fuso vereinbart

Weiter vereinbart wurde, dass Mitsubishi Motors weiter 100 Prozent am niederländischen Autowerk NedCar halten wird und weiter mit Fuso auf verschiedenen Gebieten zusammenarbeiten werde. Auf Grundlage dieser nicht bindenden Absichtserklärung werde "ein entsprechender Vertragsabschluß bis März erwartet".

DaimlerChrysler hatte den Anteil von 65 Prozent für insgesamt 140 Mrd. Yen (1,045 Mrd. Euro) übernommen. Kurz darauf musste der Lkw-Bauer hunderttausende Fahrzeuge wegen Defekten zurückrufen, die offenbar über Jahre verschwiegen wurden.

DaimlerChrysler machte daraufhin geltend, dass der Skandal den Wert der nicht an der Börse notierten Beteiligung deutlich geschmälert habe und berief sich auf eine Klausel im Kaufvertrag, um einen entsprechenden Ausgleich zu erhalten. (APA)

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