Tunnelbaustelle auf der A10 bleibt Staumagnet

9. Februar 2005, 08:44
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Arbeiten sollen bis Sommerferien fertig sein

Salzburg - Der im Zuge der Tunnelsanierung von Ofenauer- und Hieflertunnel auf der Tauernautobahn zwischen Golling und Pass Lueg eingerichtete Gegenverkehrsbereich war auch am vergangenen Stauwochenende einer der neuralgischen Punkte: Samstagmittag reichte der Stau in Fahrtrichtung Süden rund zehn Kilometer zurück.

Laut Salzburgs Baulandesrat Walter Blachfellner (SP) seien Staus auch in den kommenden Monaten "nicht zu verhindern". Immerhin lägen die Spitzen in Richtung Villach bei rund 2800 Kraftfahrzeugen pro Stunde, nach Norden beträgt der Spitzenwert rund 2000 Kfz pro Stunde. Ein Teil davon kann über den Pass Lueg und die Salzachtal-Bundesstraße ausweichen, der größte Teil muss aber durch den Gegenverkehrsbereich.

Entspannung ab Sommer

Mit einer Entspannung ist laut Blachfellner erst Anfang Sommer zu rechnen, wenn die Sanierung der 1974 erbauten östlichen Tunnel vorläufig abgeschlossen ist und wieder alle vier Spuren zur Verfügung stehen. Im Herbst soll dann die sicherheitstechnische Nachrüstung der derzeit befahrbaren westlichen Tunnelröhren beginnen.

Trotz der programmierten Staus zum Urlauberschichtwechsel ist Blachfellner mit der Entwicklung insgesamt zufrieden. Ab Beginn der Arbeiten im September kam es in den ersten zwei Monaten zu 25 - teils schweren - Unfällen in den engen Tunnelröhren. Inzwischen sind "die Unfallzahlen stark zurückgegangen", Maßnahmen wie Tempo 60 und eine bessere Beschilderung "haben gegriffen". Seit November wurden nur mehr 16 Unfälle gezählt.

Ursprünglich waren für die Sanierung der vier Röhren 30 Mio. Euro vorgesehen. Durch die gestiegenen Rohstoffkosten wird die Asfinag als Straßenerhalter rund 33 Millionen aufbringen müssen. (neu, DER STANDARD – Printausgabe, 8.02.2005))

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