Volleyball: hotVolleys spielen gegen Treviso jeden Punkt auf Sieg

9. Februar 2005, 22:22
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Coach und Manager Kleinmann ließ an mentaler Stärke und Service arbeiten

Wien - Volleyball-Meister Aon hotVolleys steht vor einer großen Bewährungsprobe. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League geht es am Mittwoch (20:15 Uhr/live TW1) im Budocenter gegen Sisley Treviso, eine der stärksten und vor allem prominentesten Mannschaften der Welt. Die Italiener sind klare Favoriten, die Wiener glauben aber an ihre Chance. Zumindest im Heimspiel sind sie sicher in der Lage, dem achtfachen Europacup-Sieger Paroli zu bieten. Es wäre der erste Europacup-Triumph eines ÖVV-Klubs gegen ein italienisches Team.

Drei Satz-Gewinne gegen den aktuellen Tabellen-Zweiten der Serie A in einem Match zu schaffen, scheint angesichts der Besetzung des zweifachen europäischen Supercup-Siegers fast unmöglich. Im Treviso-Kader stehen fünf Silbermedaillen-Gewinner von Olympia in Athen sowie mit dem Brasilianer Gustavo sogar ein Olympiasieger. Für den dreifachen Weltmeister Pasquale Gravina bleibt da nur Platz auf der Ersatzbank. Gustavo gilt als weltweit bester Mittelblocker, bewies dies auch im Champions-League-Grunddurchgang.

"Dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren"

hotVolleys-Manager und -Coach Peter Kleinmann lässt sich davon aber nicht beeindrucken. "Meine Spieler dürfen nicht in Ehrfurcht erstarren, dürfen keine Angst haben. Respekt ist aber schon angebracht." Kleinmann verlangt von seinem Team, quasi jeden Punkt als eigenes Match anzusehen. "Jeder gewonnene Punkt ist ein Sieg. Wenn wir das konsequent verfolgen, ist das Ziel des Match-Gewinns eine logische Folge." Zuletzt wurde beim ÖVV-Champion am Service gearbeitet und in der VolleyLeague erfolgreich getestet.

Dabei wird spekuliert, dass sich Treviso an die in der Champions League vorgeschriebenen Mikasa-Bälle noch immer nicht ganz gewöhnt hat und in der Annahme Probleme bekommt. In der italienischen Liga wird mit einer anderen Marke gespielt, am Wochenende gewann da der siebenfache Meister bei Latina 3:0. Die Grund-Sechs mit Vermiglio (Aufspieler), Tencati und Gustavo (Mittelblocker), Cisolla und Papi (Annahme, Außenangriff), Fei (Diagonale) bzw. Libero Farina spielte durch. Fei brillierte dabei als Bester am Parkett mit 14 Punkten.

In den vergangenen Tagen wurde bei den hotVolleys verstärkt mit dem Sportpsychologen Günter Amesberger zusammengearbeitet, in Einzel-Gesprächen soll die mentale Stärke und Konzentrationsfähigkeit gehoben werden. Kleinmann glaubt, dadurch noch einige Reserven abrufen zu können. Auf das Match an sich freut er sich, auch auf das Trainer-Duell mit Star-Coach Daniele Bagnoli. Der 51-Jährige freute sich in seiner Betreuer-Laufbahn bisher über acht Meistertitel, drei Cupsiege und acht Europacup-Erfolge.(APA)

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