Sieben Todsünden reichen Briten nicht aus

11. Februar 2005, 19:59
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Grausamkeit als schlimmstes Vergehen

London - Die Sieben Todsünden sind nach einer britischen Umfrage veraltet und sollten durch neue Sünden ersetzt werden. Von den biblischen Todsünden Neid, Geiz, Wolllust, Völlerei, Faulheit, Hochmut und Zorn sollte der Geiz als einziges auch im heutigen Großbritannien als Sünde betrachtet werden, wie aus einer BBC-Umfrage hervorging.

Statt der alten Todsünden hatten die Befragten zahlreiche Neuvorschläge: 39 Prozent der Teilnehmer sehen die Grausamkeit als schlimmste Sünde, gefolgt vom Ehebruch mit elf Prozent, Engstirnigkeit (acht Prozent), Unehrlichkeit (sieben Prozent), Heuchelei und Gier mit je sechs Prozent sowie Egoismus mit fünf Prozent.

Neue Einstellung

"Die Einstellung zur Sünde hat sich geändert", sagte BBC-Moderator Ross Kelly. "Die Leute machen sich weniger Gedanken um die Sieben Todsünden als darum, was andere Menschen verletzen könnte." Von den 1.001 für die Studie befragten Briten sagten nur neun Prozent, sie hätten noch nie eine der Sieben Todsünden begangen. 79 Prozent gaben zu, sie hätten sich des Zornes schuldig gemacht. Und 41 Prozent der Männer sowie 26 Prozent der Frauen sagten, die Wolllust sei die Sünde, die sie "am liebsten begehen". (APA/AFP)

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