Krankl: "Würde auf die Worte eines bestechlichen Schiris nicht viel geben"

8. Februar 2005, 17:10
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Pircher: "Kann nichts dazu sagen"

Wien - Im ÖFB-Teamtrainingslager auf Zypern wurde die Nachricht von einer möglichen Verstrickung der Bregenzer in den Wettskandal zunächst ungläubig zur Kenntnis genommen. "Ich würde auf die Worte eines bestechlichen Schiedsrichters nicht viel geben", meinte Teamchef Hans Krankl. "Früher hat Real goldene Uhren an die Schiedsrichter verteilt, und es hat diverse andere Gastgeschenke an die Referees gegeben. Was aber heute mit diesen ganzen Wetteinsätzen passiert, kann ich nicht nachvollziehen", sagte der ehemalige Barcelona-Legionär.

Für Kicker könnte sich der Teamchef ein generelles Wettverbot vorstellen. "Es berührt mich nicht die Bohne, wenn auf Pferde oder Hunde gesetzt wird, aber Spieler dürfen niemals auf oder gar gegen die eigene Mannschaft setzen", forderte Krankl.

Patrick Pircher, einziger Bregenz-Spieler im Teamkader, wurde von der Meldung nach eigenen Angaben überrumpelt. "Ich habe darüber durch SMS von zwei anderen Kickern von uns erfahren. Da ich aber von den ausschlaggebenden Herren meines Vereins niemanden erreicht habe, kann ich nichts dazu sagen", erklärte der 22-jährige Verteidiger.

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