Uni Innsbruck fordert Verbleib der Lehrer-Ausbildung

22. März 2006, 16:05
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Vizerektorin Bänninger-Huber tritt gegen Auslagerung an pädagogische Hochschulen auf - Ausbildung wäre sonst nicht forschungsorientiert

In der Diskussion um die zukünftige Ausbildung von Lehrern hat die Universität Innsbruck am Montag ihren Standpunkt dargelegt: Die Ausbildung solle in jedem Fall an der Universität bleiben, forderte die Vizerektorin für Lehre und Studierende, Univ.-Prof. Eva Bänninger-Huber. Sie wies auf die Bedeutung der "inhaltlichen Fachausbildung" an den Universitäten hin.

Studierende gehen verloren

Eine Auslagerung der Lehrer-Ausbildung an pädagogische Hochschulen würde die Universität schwer treffen, war Bänninger-Huber bei einer Pressekonferenz überzeugt. Rund 1.000 Studierende würden der Uni in diesem Fall verloren gehen. Die Vizerektorin zweifelte auch eine forschungsorientierte Ausbildung an pädagogischen Hochschulen an.

Trennung nach Schule

Nach Meinung von Bildungs-Landesrat und Präsident des Landesschulrates, Sebastian Mitterer (V), sollten die Universitäten künftig weiter Lehrer für Allgemein bildende höhere Schulen (AHS) und Berufsbildende höheren Schulen (BHS) ausbilden. Die geplanten pädagogischen Hochschulen sollten die Ausbildung der Pflichtschullehrer übernehmen.

Keine Zerschlagung

"Wir haben kein so schlechte Schulsystem, dass man es zerschlagen muss", betonte Mitterer. Das bestehende solle vielmehr in Richtung Schulqualität weiterentwickelt und die im Zuge der PISA-Studie aufgespürten Mängel beseitigt werden. (APA)

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    foto: standard/hendrich
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