EU verlangt demokratische Wahlen

11. Februar 2005, 11:02
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Verfassungswidrige Berufung des Präsidentensohns zum Staatschef - Anerkennung der neuen Staatsführung offen

Brüssel - Die Europäische Union forderte unterdessen eine demokratische Präsidentenwahl in Togo. "Wir bestehen darauf, dass die ursprüngliche Verfassung respektiert wird", sagte Kommissionssprecherin Krisztina Nagy am Dienstag in Brüssel. Bei der Bestimmung eines Nachfolgers für den verstorbenen Präsidenten müsse ein demokratisches Verfahren eingehalten werden.

Kommissionssprecherin Nagy sagte, die Brüsseler Behörde unterstütze die Haltung der Afrikanischen Union (AU) zu den Vorgängen in Togo. Die AU hatte dem kleinen westafrikanischen Land mit Sanktionen gedroht. Für die EU sei es aber zu früh, um über derartige Strafmaßnahmen zu sprechen, meinte Nagy. Die EU habe ihre Zusammenarbeit mit Togo seit 1993 ausgesetzt. Das Land bekomme seitdem keine Entwicklungshilfe aus Brüssel mehr. Lediglich im Rahmen von Nothilfeprogrammen werde Togo unterstützt. (APA/dpa)

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    Der neue Präsident Faure Gnassingbe war zuletzt Bergbauminister.

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