Starker Autokosten-Anstieg im Vorjahr

23. Februar 2005, 13:05
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ARBÖ: 2004 brachte höchsten Kostenzuwachs beim privaten Pkw-Verkehr seit vier Jahren - Mit Infografik

Wien - 2004 sind die Autokosten um 3,1 Prozent gestiegen, dies bedeute den höchsten Zuwachs seit vier Jahren, stellt der ARBÖ aufgrund der von der Statistik Austria veröffentlichten Zahlen fest. Im Vergleich zur Inflationsrate, die im Jahr 2004 im Durchschnitt 2,1 Prozent ausmachte, seien die Autokosten damit um 47 Prozent rascher gestiegen.

"Die Autofahrer mussten neben der Mineralölsteuererhöhung nicht nur die Höhenflüge bei Benzin und Diesel hinnehmen. Auch viele andere Kosten rund ums Auto sind gestiegen", so ARBÖ-Generalsekretär Rudolf Hellar in einer Aussendung.

Treibstoffe als Preistreiber

Preistreiber Nummer eins waren im Vorjahr die Treibstoffe, allen voran Diesel (plus 11,1 Prozent), Normalbenzin (plus 8,1 Prozent) und Superbenzin (plus 7,6 Prozent). Empfindlich gestiegen sind aber auch die Kosten für diverses Zubehör und Service wie Autozündkerzen (6,5 Prozent), Lastenträger (6,7 Prozent) und Wagenwäsche (plus 6,4 Prozent).

Hellar bekräftigt die Forderung des ARBÖ nach Erhöhung des Kilometergeldes um mindestens 4,5 Cent auf 40,5 Cent und der Pendlerpauschalen um weitere 15 Prozent. "Der vom ARBÖ seit Jahren geforderte Ausgleich für die berufliche Nutzung der Privatfahrzeuge ist überfällig", so Hellar.

Starker Preisanstieg bei Teilkasko-Versicherung

Überdurchschnittlich verteuert haben sich die Prämien für die Teilkasko mit plus 5,5 Prozent, während die Kfz-Haftpflichtprämien mit 2,9 Prozent knapp unter der durchschnittlichen Teuerung zu liegen kamen. Motoröl wurde um 4,9 Prozent teuer. Kräftig zugelegt haben die Preise für Parkgaragen und für Windschutzscheiben-Reparaturen (um jeweils 4, 8 Prozent).

Für die Reparatur von Auspuffanlagen mit Katalysator musste 4,3 Prozent mehr bezahlt werden, als im Jahr davor. Die Kfz-Mechanikerstunde hat sich um 4,2 Prozent verteuert, ebenso wie das Material für Wasserpumpen. Preistreibend wirkten auch Vorderradbremsen, sei es beim Material (3,7 Prozent) als auch bei der Arbeitszeit (3,6 Prozent). Überdurchschnittlich teurer wurden mit 3,3 Prozent auch Autobatterien.

Der Autokostenindex ("Index für den privaten PKW-Verkehr") wird im Auftrag von ARBÖ, ÖAMTC, Arbeiterkammer, Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und der Wirtschaftskammer errechnet. Berücksichtigt werden Positionen wie Preise für Neu- und Gebrauchtwagen, Winterreifen, Treibstoffe, Motoröl, Reparaturleistungen, Reparaturmaterial, Parkgebühren, Mautgebühren und Versicherungen. (red)

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    grafik: arbö
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