Pressestimmen: Grundsätzliche Unterschiede zwischen USA und EU

8. Februar 2005, 08:21
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"Nowyje Iswestija": Russland ist den USA nicht mehr so wichtig

London/Moskau/Straßburg (APA/dpa) - Mit der diplomatischen Rundreise der neuen US-Außenministerin Condoleezza Rice beschäftigten sich am Montag internationale Tageszeitungen:

Financial Times

"Wenn die erste Auslandsreise von Condoleezza Rice als US- Außenministerin eine Lehre bereithält, dann ist es die, dass man sich keine zu großen Hoffnungen auf eine neue Ära der transatlantischen Harmonie machen sollte. Es ist wahr, dass der Umgangston zwischen Washington und seinen europäischen Verbündeten wieder etwas freundlicher geworden ist. Aber es bleiben grundsätzliche Meinungsunterschiede, vor allem bei den Themen Iran und China. Sowohl die USA als auch die Europäische Union werden Zugeständnisse machen müssen, wenn sie vermeiden wollen, dass sich ihre Beziehungen gleich wieder abkühlen."

"Nowyje Iswestija" (Moskau)

"Alles wird ohne uns geregelt. Die USA betrachten uns nicht mehr als ihren strategischen Partner. ... Die US-Außenministerin kritisierte das niedrige Tempo des Demokratisierungsprozesses in Russland. Rice betonte aber zugleich, dass sich das Verhältnis zu Moskau nicht verschlechtern werde. Ihre erste Auslandreise als US- Außenministerin hat eines deutlich gemacht: Das Verhältnis zu Russland hat für Washington keine Priorität mehr." (APA/dpa)

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