Israelischer Offizier nach Erschießung von Schülerin entlastet

8. Februar 2005, 14:53
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Zwei Soldaten hatten Vorgesetzten belastet - Anschuldigungen waren erlogen

Jerusalem - Ein israelischer Offizier, dem vorgeworfen worden war, eine palästinensische Schülerin mit Schüssen durchsiebt zu haben, ist vor Gericht entlastet worden. Der Offizier sei am Sonntag vor einem Militärgericht entlastet worden, nachdem die beiden wichtigsten Belastungszeugen zugegeben hätten, dass sie gelogen hätten, sagte sein Anwalt Joaw Manni am Montag im Radio. Die beiden Zeugen hätten eine Intrige schmieden wollen, damit ihr Vorgesetzter von seiner Funktion entbunden werde, aber sämtliche Anschuldigen gegen den Mann hätten sich als haltlos erwiesen.

Die israelische Armee hatte nach dem Tod einer palästinensischen Schülerin im Oktober gegen den Offizier ermittelt. Das Mädchen war auf seinem Schulweg im südlichen Gaza-Streifen von israelischen Soldaten erschossen worden. Als die 13-Jährige bereits leblos am Boden gelegen habe, sei der israelische Kommandant auf sie zugegangen und habe ihr zwei Mal in den Kopf geschossen, hatte ein Soldat damals berichtet; anschließend habe der Kommandant seine Waffe auf Automatik gestellt und sein ganzes Magazin leergeschossen. (APA)

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