CIA übergibt Terrorverdächtige an Folterstaaten

8. Februar 2005, 10:23
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"Unter Bush wurde Folter bürokratisiert"

New York - Der US-Geheimdienst CIA übergibt einem früheren FBI-Agenten zufolge Terrorverdächtige an Staaten, die der Folter bezichtigt werden. Unter der Regierung von US-Präsident George W. Bush sei die Folter "bürokratisiert" worden, und die Überstellung der Terrorverdächtigen sei "außer Kontrolle" geraten, sagte der seit Juli 2003 pensionierte Anti-Terror-Experte der US-Bundespolizei FBI, Dan Coleman, laut einem Artikel im Magazin "The New Yorker", der diese Woche erscheint.

Demnach werden die Verdächtigen häufig an Ägypten, Marokko, Syrien und Jordanien überstellt - Staaten, die für den Einsatz von Folter bei Verhören bekannt seien. Für die Verdächtigen gebe es oft keinerlei Rechtsschutz, obwohl die Rechtsprechung in den USA die Überstellungan in solche Staaten verbiete. Laut Scott Horton, einem Experten für Völkerrecht, "transferierte" die CIA auf diese Weise 150 Gefangenen seit 2001. (APA)

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