Kein Ausruf von Figl am Balkon

8. Februar 2005, 17:18
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Geschichtsfälschung im offiziellen Heft "Österreich 2005. Ein Gedankenjahr"

Wien - Nach den weißen Kreuzen am Heldenplatz, die nun keine Kreuze sein werden, weil sie nicht als Symbol für die jüdischen NS-Opfer taugen, ist Wolfgang Lorenz und Georg Springer bei ihren "25peaces" zum Gedankenjahr noch ein weiterer Fehler passiert. Denn am 15. Mai sollen neun Kranwägen mit je einem Nachbau des Belvedere-Balkons durch die Lande touren. Jeder, der will, dürfe die Position Leopold Figls einnehmen und den Satz "Österreich ist frei!" ausrufen. Allerdings hat Figl ihn nicht am Balkon getätigt, sondern im Marmorsaal: "Mit dem Dank an den Allmächtigen wollen wir die Unterschrift setzen und mit Freude rufen wir aus: Österreich ist frei!"

Daher betreibt auch das offizielle Heft "Österreich 2005. Ein Gedankenjahr" des Bundespressedienstes Geschichtsfälschung. In diesem heißt es: "Nach dem Staatsakt im Marmorsaal des Schlosses trat Leopold Figl mit dem lange ersehnten Dokument in Händen auf den Balkon und rief der im Park jubelnden Menge zu: ,Österreich ist frei!'" (trenk, APA, DER STANDARD, Printausgabe vom 7.2.2005)

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