Spanien: Partygäste doch nicht im Schlaf gestorben?

9. Februar 2005, 18:52
2 Postings

Gasofen war für Hausgebrauch nicht zugelassen und für geschlossene Räume ungeeignet

Castellon - Die 18 Opfer des Gasunglücks von Castellon im Osten Spaniens sind möglicherweise doch nicht im Schlaf gestorben. Wie die Zeitung "El Mundo" am Dienstag berichtete, wurden die meisten Leichen entgegen bisheriger Informationen nicht in den Betten, sondern auf dem Boden des Schlafraumes und nahe der Tür der Herberge gefunden. Das deute daraufhin, dass die Opfer versucht hätten, zu fliehen. Das ausgetretene Kohlenmonoxid habe sie aber gelähmt.

Experten hielten dennoch daran fest, dass die 18 Freunde nicht gelitten hätten, weil sie durch das Gas völlig benommen gewesen seien. Die Vergiftung ging nach neuesten Erkenntnissen auf einen Gasofen zurück, der für den Hausgebrauch nicht zugelassen ist.

Es handle sich um ein Gerät, dass üblicherweise in den Schweineställen der Gegend benutzt werde. In geschlossenen Räumen sei die Wirkung wegen der mangelnden Belüftung tödlich. Der von einem der Opfer mitgebrachte Ofen sei zudem nicht wie vorgeschrieben auf den Boden gestellt, sondern unter die Decke gehängt worden.

Bei den Toten handelte es sich nach neuen Berichten um zwölf Männer und sechs Frauen. Sie hatten in der Herberge in der kleinen Ortschaft Todolella am Wochenende eine Geburtstagsparty gefeiert. Nur der Gastgeber und seine Freundin überlebten. Sie hatten in einem anderen Raum übernachtet. (APA/dpa)

Share if you care.