Zwei Todesopfer bei Lawinenabgängen in Tirol

7. Februar 2005, 08:29
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Steirer nach Lawinenabgang in der Obersteiermark in kritischem Zustand - Insgesamt drei Lawinentote an diesem Wochenende

Innsbruck - Drei Todesopfer forderten die zahlreichen Lawinenabgänge am vergangenen Wochenende. Bei zwei Lawinenabgängen in Tirol kamen am Sonntag eine Oberösterreicherin und ein Belgier ums Leben. In der Obersteiermark wurde ein Steirer von einer Lawine verschüttet, er ist in kritischem Zustand. Jene 28-jährige Münchnerin, die am Samstag im Gebiet von Königsleiten von einer Lawine verschüttet wurde, starb am Sonntag in der Innsbrucker Universitätsklinik.

Tirol
Am Jochgrubenkopf im Schmirntal (Bezirk Innsbruck-Land) wurde gegen 11.00 Uhr eine Oberösterreicherin aus Grieskirchen von einer Lawine erfasst und getötet.

Im Bereich der Plattachtalbahn bei Obergurgl (Bezirk Imst) wurde gegen 14.25 Uhr ein in Belgien wohnhafter Snowboarder von einer Lawine abseits der gesicherten Piste erfasst. Der 1962 geborene Mann wurde von dem Schneebrett 120 Meter weit mitgerissen. Die Einsatzkräfte entdeckten seine Leiche gegen 16.20 Uhr.

Am Kreuzjöchl bei Navis (Bezirk Innsbruck-Land) wurden gegen 11.00 Uhr drei Tourengeher teilweise von einer Lawine verschüttet. Sie konnten von der Bergrettung unverletzt aus den Schneemassen geborgen werden. Anschließend verließen sie den Unfallort, ohne ihre Identität bekannt zu geben.

Ebenfalls keine Verletzten forderte gegen 12.00 Uhr ein Lawinenabgang auf der Nockspitze bei Birgitz nahe Innsbruck ab. Ein junger Snowboarder aus Götzens wurde im ungesicherten Skiraum 150 Meter weit mitgerissen und verschüttet. Nur eine halbe Stunde später wurde auf der anderen Seite der Nockspitze bei Mutters ein weiterer Snowboarder im freien Skigelände 400 Meter von einer Lawine in die Tiefe gerissen und bis zu den Knien verschüttet. Der Innsbrucker erlitt eine leichte Knieverletzung und eine Platzwunde.

Steiermark
Ein etwa 50 Jahre alter Tourengeher aus Köflach in der Weststeiermark ist am Sonntagnachmittag in der Obersteiermark von einer Lawine verschüttet worden. Den Rettungskräften gelang es zwar, den Mann nach über einer Stunde aus den Schneemassen zu bergen, dem Notarzt des ÖAMTC-Rettungshubschraubers zufolge war der Mann aber in einem kritischen Zustand. Der Verunglückte wurde nach der Bergung ins LKH Graz geflogen. (APA)

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    Insgesamt forderten Lawinenabgänge am Wochenende drei Todesopfer

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