USA: Regierungstreue macht sich bezahlt

10. Februar 2005, 19:03
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Journalist erhielt 250.000 Dollar für Jubelberiche über Regierungsinitiative

Eine Viertelmillion Dollar erhielt der US-Journalist Armstrong Williams für Jubelberichte über die Regierungsinitiative "No child left behind". Nicht nur dafür bezahlten US-Ministerien Medienleute: So bekam die landesweit abgedruckte Kolumnistin Maggie Gallagher umgerechnet 16.500 Euro vom Health and Human Services Department, um dessen Kampagne für die Ehe publizistisch zu unterstützen.

Laut "New York Times" war zudem der bekannte konservative Journalist Charles Krauthammer am 10. Jänner für eine Konsultation über die Inaugurationsrede im Weißen Haus. Später nannte er diese Rede von Präsident George Bush in Fox TV "revolutionär". Und Michael McManus, ebenfalls ein konservativer Kommentator, erhielt 10.000 Dollar vom Gesundheitsministerium, um Eheberater zu schulen. Bush musste versichern, derlei Zahlungen würden nun untersagt. (mf, fid/DER STANDARD, Printausgabe, 7.2.2005)

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