Eine Tote und mehrere Verschüttete nach Lawinenabgängen in Tirol

6. Februar 2005, 20:48
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37-jährige Oberösterreicherin starb bei Skitour im Schmirntal

Innsbruck - Mehrere Lawinenabgänge in Tirol haben am Sonntag die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Eine Tourengeherin konnte nur noch tot geborgen werden. Andere verschüttete Wintersportler kamen unverletzt oder mit leichten Verletzungen davon.

Der tödliche Unfall ereignete sich gegen 11.00 Uhr am Jochgrubenkopf im Schmirntal (Bezirk Innsbruck-Land). Eine Oberösterreicherin aus Grieskirchen, die zuletzt in Innsbruck gewohnt hatte, sowie deren Begleiter wurden im freien Skiraum von den Schneemassen erfasst. Der Innsbrucker konnte noch aus der Lawine herausfahren. Er kam mit dem Schrecken davon.

Rettungsmannschaften

Für die 37-jährige Tourengeherin kam jede Hilfe zu spät. Die leblose Frau wurde von den Rettungsmannschaften um 13.30 Uhr aus der Lawine befreit. Sie lag vier Meter tief unter dem Schnee. Die beiden Tourengeher hatten die bis zu 300 Meter breite Staublawine wahrscheinlich selbst ausgelöst. Diese ging bis ins Tal ab und verlegte die Schmirner Straße. Teile der Fraktion Kasern waren zunächst nicht erreichbar.

Am Kreuzjöchl bei Navis (Bezirk Innsbruck-Land) wurden gegen 11.00 Uhr drei Tourengeher - vermutlich aus Südtirol - teilweise von einer Lawine verschüttet. Sie konnten von der Bergrettung unverletzt aus den Schneemassen geborgen werden. Anschließend verließen sie den Unfallort, ohne ihre Identität bekannt zu geben.

Freies Skigelände

Ebenfalls ohne Verletzte ging gegen 12.00 Uhr eine Lawine auf der Nockspitze bei Birgitz nahe Innsbruck ab. Ein junger Snowboarder aus Götzens wurde im ungesicherten Skiraum 150 Meter weit mitgerissen und verschüttet. Er wurde von seinem Bruder befreit.

Nur eine halbe Stunde später wurde auf der anderen Seite der Nockspitze bei Mutters ein weiterer Snowboarder im freien Skigelände 400 Meter von einer Lawine in die Tiefe gerissen und bis zu den Knien verschüttet. Der Innsbrucker erlitt eine leichte Knieverletzung und eine Platzwunde. Nach einem Lawinenabgang gegen 15.00 Uhr am Festkogel bei Obergurgl (Bezirk Imst) war vorerst noch eine Suchaktion im Gang. Mindestens ein Snowboarder dürfte verschüttet worden sein. (APA)

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    Ein Lawinenabgang in Königsleiten im Oberpinzgau begrub am Samstag eine 29-jährige Skifahrerin aus München unter sich.

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