Differenzen zwischen USA und Europa wegen Waffenembargos gegen China

7. Februar 2005, 13:09
3 Postings

US-Außenministerin: Aufhebung würde militärisches Gleichgewicht in Ostasien bedrohen

London - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat am Sonntag Differenzen zwischen den USA und Europa wegen des Waffenembargos gegen China bekräftigt. Während die USA strikt für die Beibehaltung des Embargos sind, unterstützen Deutschland und andere Staaten der Europäischen Union eine Beendigung.

Eine Aufhebung des Embargos bedrohe das militärische Gleichgewicht in Ostasien, sagte Rice gegenüber dem britischen Fernsehsender "BBC Television". "Wir sind besorgt, dass es eine Verschiebung geben wird, die die amerikanischen Militärinteressen beeinträchtigt - das Militärgleichgewicht Amerikas", sagte die US-Chefdiplomatin. Die USA haben davor gewarnt, dass europäische Staaten ohne das Embargo Militärtechnologie an China verkaufen könnten, die bei einem eventuellen Konflikt um Taiwan gegen US-Kräfte eingesetzt werden könnten. China betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz. Die USA unterstützen die Insel in ihrem Unabhängigkeitsstreben von China.

Das Embargo war nach der blutigen Niederschlagung des Aufstandes auf dem Pekinger Tiananmen-Platz 1989 gegen China verhängt worden. Peking fordert eine Aufhebung und stößt damit in Europa auf ein positives Echo. China hat in den vergangenen Jahren deutlich an wirtschaftlicher, politischer und militärischer Potenz gewonnen. (APA/Reuters)

Share if you care.