Howard Deans Rückkehr in die Spitzenpolitik

8. Februar 2005, 11:31
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Irak-Kriegsgegner vor Wahl zum Parteichef der Demokraten

New York - Die oppositionellen US-Demokraten wollen Howard Dean am 12. Februar zu ihrem Parteivorsitzenden wählen. Vor dem Parteitag am nächsten Samstag in Washington konnte sich Dean nach eigenen Angaben bereits die Unterstützung von mindestens 240 der insgesamt 447 Delegierten sichern. Sein einziger verbliebener Gegenkandidat, Timothy Roemer, hat weit weniger Zustimmung. Damit gilt die Wahl des ehemaligen Gouverneurs von Vermont und im Präsidentschaftswahlkampf bei den internen Vorwahlen ausgeschiedenen Dean an die Spitze der Demokraten als fix. Der deklarierte Irak-Kriegsgegner wird dann die Oppositionspartei führen.

Vorwahlen

Dean soll den bisherigen Parteivorsitzenden Terry McAuliffe ablösen. Seine stärksten Gegner wie Martin Frost aus Texas, Donnie Fowler aus South Carolina und Simon Rosenberg aus New York hatten in den vergangenen Tagen ihre Kandidaturen zurückgezogen.

Für Dean bedeutet die Wahl die Rückkehr in die Spitzenpolitik: In die parteiinternen Vorwahlen ("Primaries") Anfang 2004 für die Kür des demokratischen Präsidentschaftskandidaten war er als Favorit gegangen. Der damalige Star der Demokraten musste jedoch gegen Senator John F. Kerry bei den Vorwahlen herbe Niederlagen einstecken. Die ersten Vorwahlen im Bundesstaat Iowa gewann für viele überraschend Kerry vor Senator John Edwards, Dean wurde nur Dritter. (APA/Reuters)

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    Howard Dean auf dem Parteitag der Demokraten im Juli 2004.

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