Eishockey: Generalprobe gegen Dänemark ohne US-Legionäre

6. Februar 2005, 18:54
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ÖEHV-Teamchef Pöck nominierte Ressmann nach - Schlimm: Divis, Brandner, Lakos verletzt

Klagenfurt - Noch ohne die US-Legionäre geht die österreichische Eishockey-Nationalmannschaft in die Generalprobe für das Olympia-Qualifikationsturnier von 10. bis 13. Februar in Klagenfurt. ÖEHV-Teamchef Herbert Pöck muss am Montag (19:15 Uhr) in der Klagenfurter Stadthalle gegen Dänemark auf die Stürmer Thomas Vanek (Rochester Americans) und Matthias Trattnig (Syracuse Crunch), die am Montag ankommen, sowie seinen am Dienstag anreisenden Sohn Thomas Pöck (Hartford Wolf Pack) verzichten.

Brandner und Andre Lakos sagten ab

Für das Qualifikations-Turnier gegen Kasachstan (Donnerstag), Frankreich (Freitag/jeweils 19:30) und die Ukraine (Sonntag, 15:30) erhielt Pöck zudem Absagen der zuletzt angeschlagenen oder derzeit verletzten AHL-Spieler Christoph Brandner und Andre Lakos, von Standard-Torhüter Reinhard Divis (Schulterluxation), dessen Ersatz Bernd Brückler, sowie den Centern Philipp Lukas und Mark Szücs. Daher wurde KAC-Stürmer Gerald Ressmann (34) nachnominiert, der zuletzt vor drei Jahren beim Olympia-Turnier in Salt Lake City den Teamdress getragen hatte.

Kader wird reduziert

Am Dienstag wird Pöck den Kader auf 23 Spieler reduzieren. Gegen Dänemark geht es daher für einige Spieler um einen Platz in der Mannschaft und für das Team um eine Fortsetzung der starken Bilanz gegen die Dänen. Von 19 Länderspielen gewann Österreich bisher 17, eine Partie endete Remis, ein Mal gewann Dänemark. "Die Bilanz ist unwichtig", sagt Pöck und erinnert an das Vorjahr, als es nur ein 2:2 gab. "Dänemark ist in den letzten Jahren stärker geworden. Sie kommen als Gegner gerade richtig, damit wir uns an das Niveau gewöhnen", so der Teamchef.

Opration für Divis

VSV-Torhüter Tormann Reinhard Divis muss operiert werden und fällt für den Rest der Saison aus. Begonnen hatte alles vor etwa einem Monat, als sich Reinhard Divis im Eishockey-Liga-Spiel gegen Red Bulls Salzburg an der Schulter verletzte. Im Spiel gegen den EC Graz 99ers am vergangenen Dienstag wurde die Schulterluxation wieder akut, trotzdem stand er auch zwei Tage später gegen die Vienna Capitals wieder im Tor, obwohl die Ärzte abgeraten hatten. "Ich wollte unbedingt spielen, hatte aber bei jeder Bewegung Schmerzen", so Divis. Bis zur 27. Spielminute ging alles gut, dann musste er endgültig w.o. geben.

Niederschmetternde Diagnose

Eine Untersuchung am Samstag bei ÖEHV-Teamarzt Dr. Günther Bachler brachte die niederschmetternde Diagnose. Divis muss baldigst operiert werden, die Rehabilitation wird Monate in Anspruch nehmen. Damit wird der Wiener erst wieder in der nächsten Saison im Tor stehen können. Der VSV muss im Kampf um einen Play-off-Platz auf die Dienste des Top-Keepers verzichten. (APA)

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