Fleckenfreie FPÖ-Führung

19. Dezember 2005, 15:02
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Haubner vermeidet Kritik an Mölzer, der sich von Auschwitz-Resolution gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit distanziert hatte

Wien - Zurückhaltend nimmt FPÖ-Chefin Ursula Haubner in der am Montag erscheinenden Ausgabe des Nachrichtenmagazins "profil" zu ihrem EU-Abgeordneten Andreas Mölzer und dessen jüngsten Auftritt im EU-Parlament im Zusammenhang mit der Resolution anlässlich des Gedenktages zur Befreiung von Auschwitz Stellung. "In dieser sensiblen Frage geht es darum, dass wir alle wollen, dass das, was zwischen 1938 und 1945 passiert ist, nicht mehr passiert. Jeder einzelne von uns hat dafür die Verantwortung. Mölzer hat das in diesem Sinn gemeint", sagte Haubner. Mölzer hatte sich von der Resolution gegen Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit distanziert und gemeint, die Republik Österreich habe keine Mitverantwortung für die Verbrechen von Auschwitz.

Flecken-Aufarbeitung soll Anfang 2006 vorliegen

Eine Aufarbeitung der eigenen Parteigeschichte nach dem Vorbild der SPÖ hält Haubner für unnötig: "Wir haben unsere Geschichte seit 1945 alle zehn Jahre dokumentiert und gut aufgearbeitet. Wir werden das auch Anfang nächsten Jahres, anlässlich 50 Jahre FPÖ, vorlegen. Es gibt keine braunen Flecken in der Führung der FPÖ."

Dinge "nie verborgen"

Dass mit Anton Reinthaller und Friedrich Peter ein Nazi-Minister beziehungsweise ein Angehöriger der Waffen-SS an der Spitze der FPÖ standen, seien "Dinge, die wir nie verborgen haben". Das Wichtigste sei, so Haubner, "dass man aus einer schrecklichen Vergangenheit die richtigen Schlüsse zieht und zum Mitglied eines demokratischen Systems wird". (APA)

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