"Zeit für Optimismus"

7. Februar 2005, 16:39
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US-Außenministerin Rice appelliert an Israelis und Palästinenser und kündigt größeres Engagement der USA im Friedensprozess an

Ankara/Jerusalem - US-Außenministerin Condoleezza Rice hat einen Tag vor dem ersten Israel-Besuch in ihrer Amtszeit ein stärkeres Engagement der USA im Nahost-Friedensprozess bekräftigt. Gleichzeitig appellierte Rice am Samstag an Israelis und Palästinenser, selbst Anstrengungen zu unternehmen, um den Prozess voranzubringen. "Wenn unser Engagement einen anderen Charakter annehmen muss, werden wir genau dies umsetzen", sagte Rice auf dem Weg nach Ankara. "Die Vereinigten Staaten wollen, dass es einen Prozess gibt, einen Prozess der Konfliktparteien, einen Prozess der Staaten der Region."

"Zeit für Optimismus"

Rice hat sich zudem zu Beginn ihres Besuchs zuversichtlich geäußert. Dies sei eine "Zeit für Optimismus" in der Region, sagte sie nach ihrer Ankunft in Jerusalem. Vor einem geplanten Gespräch mit dem israelischen Ministerpräsidenten Ariel Sharon traf sie mit Außenminister Silvan Shalom zusammen.

Direkt nach ihrer Ankunft auf dem internationalen Flughafen Ben Gurion war Rice in die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem gefahren. Dort legte sie einen Kranz nieder und rief dazu auf, die Lehren des Holocaust zu verinnerlichen und das Schicksal von sechs Millionen ermordeten Juden nicht zu vergessen. "Wir müssen dafür sorgen, dass dies nie wieder geschieht", sagte Rice. Es dürfe nie wieder passieren, "dass gute Männer und Frauen nichts tun", betonte sie.

Gespräch über Vorbereitung von Gipfel in Sharm el Sheikh

Am Montag trifft die Außenministerin den palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas in Ramallah. Bei dem Gespräch am Vormittag geht es vor allem um die Vorbereitung des Gipfels im ägyptischen Sharm el Sheikh, an dem am Dienstag auf Einladung des ägyptischen Staatschefs Hosni Mubarak neben Abbas Israels Regierungschef Ariel Sharon und der jordanische König Abdullah II. teilnehmen werden. Rice hatte am Sonntag die Konfliktparteien aufgerufen, die sich nun bietende Gelegenheit für eine Annäherung zu nutzen. (APA/Reuters)

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