Chefunterhändler mahnt bei Atomverhandlungen zu Geduld

6. Februar 2005, 21:03
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Rouhani entkräftet konservative Vorbehalte und setzt auf Diplomatie

Teheran - Der iranische Chefunterhändler für Atomfragen und Sekretär des Nationalen Sicherheitsrates, Hassan Rouhani, hat am Samstag zur Geduld bei den diplomatischen Bemühungen um eine Beilegungung des Streits mit der Europäischen Union gemahnt. "Der Atomstreit ist die komplizierteste Angelegenheit in der Geschichte des Iran, aber wenn wir Geduld haben, wird alles über diplomatische Kanäle gelöst werden", wurde Rouhani von der Studenten-Nachrichtenagentur ISNA zitiert. Er reagierte damit auf Zweifel am Sinn der Verhandlungen in konservativen Kreisen der politischen Führung.

Teherans "weise Diplomatie"

Die bisherigen Ergebnisse der Gespräche sollten nicht ignoriert werden, meinte Rouhani. Er beschuldigte die USA, sie wollten den Streit unbedingt vor den Weltsicherheitsrat bringen. Die "weise Diplomatie" Teherans habe dies bisher verhindern können.

Teheran steht in Verhandlungen mit den EU-Ländern Großbritannien, Frankreich und Deutschland über eine Aufgabe seines Programms zur Uran-Anreicherung. Ende November, unmittelbar vor einer Sitzung des Gouverneursrates der Internationalen Atomenergie-Organisation in Wien, hatte Teheran die Uran-Anreicherung ausgesetzt. Vor allem die USA werfen dem Iran vor, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten. (APA/dpa)

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