Swisscom: Cesky-Kauf soll Ausschüttungen nicht beeinflussen

7. Februar 2005, 14:18
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Unternehmen kann sich Nettoverschuldung von bis zu zehn Milliarden Franken leisten

Der geplante Kauf der Mehrheit an der tschechischen Cesky Telecom soll die Ausschüttungspolitik des Schweizer Telekommunikationskonzerns Swisscom nicht beeinflussen. Er soll über Fremdkapital finanziert werden - obschon die Swisscom genügend flüssige Mittel hat. Die Swisscom werde die überschüssigen freien Mittel im laufenden Jahr wie versprochen an die Aktionäre zurückführen, sagte Konzernchef Jens Alder in einem Interview mit der Zeitung "Finanz und Wirtschaft" vom Samstag. Eine allfällige Übernahme von Cesky beeinflusse dieses Vorhaben nicht.

Leistbare Netto-Verschuldung

Die Swisscom-Aktionäre erhalten voraussichtlich rund drei Milliarden Franken (1,92 Mrd. Euro) über eine Dividende und einen weiteren Rückkauf eigener Aktien, wie Alder sagte. Alder bestätigte, dass sich die Swisscom eine Nettoverschuldung von bis zu zehn Mrd. Franken leisten könnte: "Das wäre gut verkraftbar." Für den Kauf des Cesky-Anteils müsste das Verschuldungspotenzial aber nicht voll ausgeschöpft werden.

Schweigen

Zur Höhe der Swisscom-Offerte schwieg sich Alder weiter aus. Der zum Verkauf stehende Staatsanteil von 51,1 Prozent wird auf einen Wert von rund drei Mrd. Dollar (2,32 Mrd. Euro) geschätzt. Die Frist zur Einreichung einer Offerte war am Donnerstag abgelaufen. Laut tschechischen Medienberichten sind fünf europäische Telekomkonzerne und drei Investmentkonsortien im Rennen. Die Regierung in Prag will am Montag über das weitere Vorgehen bei der Privatisierung von Cesky Telecom informieren.(APA/sda)

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