"Eintagsfliege" Funaki siegt vor Morgenstern

12. Februar 2005, 13:54
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Ein Zehntelpunkt entschied die Konkurrenz zu Gunsten des Japaners - Springen nach einem Durchgang gewertet

Sapporo - Kazuyoshi Funaki hat am Samstag völlig überraschend das Weltcup-Skispringen in Sapporo für sich entschieden und hatte dabei gleich in mehrfacher Hinsicht Glück. Nach für ihn hervorragenden Bedingungen im ersten Durchgang lag er nach dem ersten Durchgang nur einen Zehntelpunkt vor dem Kärntner Thomas Morgenstern, der mit 135,5 Metern den weitesten Sprung im ersten Versuch gezeigt hatte, in Front. Wegen Schnee und Wind wurde dann mitten im zweiten Durchgang abgebrochen, womit der Olympiasieger von 1998 seinen ersten Saisonsieg bzw. den 15. seiner Karriere feierte. Martin Höllwarth wurde als zweitbester Österreicher Vierter.

Glückliche Umstände für den Japaner

Wie bei seinem bisher letzten Erfolg 1999 in Lahti war Funaki Nutznießer der Bedingungen und dem Abbruch durch die Jury. Schon im ersten Durchgang hatte Funaki Glück. Nach einem völlig verunglückten Versuch durfte er wie zwei weitere Springer wegen Behinderung durch zu viel Schnee in der Anlaufspur am Ende des Feldes noch einmal antreten. Bei diesem Versuch stimmten die Windverhältnisse, der Schneefall hatte vorübergehend aufgehört.

ÖSV-Cheftrainer Alexander Pointner, der mit Andreas Widhölzl, Wolfgang Loitzl und Andreas Goldberger seit Freitag in Villach (Bischofshofen war auf Grund der Schneemassen unmöglich) auf der 60-m- und 90-m-Schanze trainiert, verfolgte den ersten Durchgang nur bis Höllwarth. "Den Sieger habe ich gar nicht mehr gesehen. Ich halte den Sieg für eine Eintagsfliege", meinte Pointner. Funaki war in dieser Saison nie besser als 28. gewesen. "Ich hoffe nur, dass wir am Sonntag eine gute Konkurrenz haben."

Sieben Top-Leute nicht am Start

Neben Morgenstern und Höllwarth lief es für die ÖSV-Adler nicht so gut. Balthasar Schneider (31.), Roland Müller (36.) und Reinhard Schwarzenberger (38.) blieben ohne Punkte, drittbester Österreicher war Andreas Kofler als 18., Martin Koch und Florian Liegl landeten auf den Plätzen 24 und 25.

In Sapporo fehlen sieben der Top-Ten-Springer, darunter Janne Ahonen, Adam Malysz und Jakub Janda. (APA)

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