Fernien-Wochenende beginnt mit Staus und Blockabfertigung

5. Februar 2005, 09:58
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Weitere Straßensperren beendet

Wien - Rechtzeitig vor Einsetzen des Schiurlauberreiseverkehrs Samstag früh konnten die Sperren auf der B138 (Pyhrnpaß Straße) in Oberösterreich und der Straße über das steirische Niederalpl (L113) aufgehoben werden. Weiters soll zusätzlich die Verbindung von der bayrischen A8 zum Steinpass wieder für den Verkehr freigegeben werden. Mehrere Sperren blieben aber vorerst weiter aufrecht. Die Anreise zu den Schigebieten setzte - wie die Autofahrerclubs ÖAMTC und ARBÖ meldeten - bereits gegen 7.00 Uhr ein. Betroffen waren vor allem die Bundesländer Salzburg, Tirol, Vorarlberg und die Steiermark.

Blockabfertigung

Vor den Tunnelportalen des Lermoosertunnels und des Grenztunnels Vils/Füssen wurde der Verkehr nur mehr blockweise abgefertigt. Binnen weniger Minuten bildeten sich kilometerlange Staus. Auch auf der B169, Zillertal Bundesstraße, kamen die Autofahrer bereits ab 8.00 Uhr zwischen Straß und Mayerhofen auf rund 30 Kilometer taleinwärts nur mehr sehr langsam voran.

In Vorarlberg mussten sich die Autofahrer vor allem auf der A14, Rheintalautobahn, in Geduld üben. Vor dem Nordportal des Pfändertunnels in Bregenz stand die Kolonnen bis nach Deutschland bei Lindau zurück Auch vor der Ausfahrt Bludenz/Montafon wurden rund acht Kilometer Stau gemeldet. Insgesamt staute es auf der A14, Rheintalautobahn, in Richtung Arlberg nach Berechnungen des ARBÖ rund 18 Kilometer.

Lawinengefahr in der Obersteiermark

Ein ähnliches Bild wie in Vorarlberg bot sich den Autofahrer gegen 8.00 Uhr auch auf der A10, Tauernautobahn, und der B320, Ennstal Bundesstraße. Auf Grund der großen Lawinengefahr blieben in der Obersteiermark weiterhin zahlreiche wichtige Straßenverbindungen, gesperrt. Die Baustelle vor dem Ofenauertunnel sorgte auf der A10 für rund drei bis fünf Kilometer Stau in Richtung Süden. Auf der B320, Ennstal Bundesstraße, standen die Kolonnen in Richtung Westen zwischen der A9, Pyhrnautobahn und Liezen auf rund fünf Kilometern still. Nach Informationen des ARBÖ gab es auf der A9, Pyhrnautobahn, aber zwischen Rottenmann und Selzthal auf rund zwölf Kilometer so gut wie kein Weiterkommen.

Staus in Westösterreich

Vor allem die Sperre der B320, Ennstal Bundesstraße zwischen Trautenfels und St. Martin am Grimming verschärfen die Stausituation in Westösterreich zusätzlich. Urlauber, die in die Schigebiete Schladming oder in die Ramsau/Dachstein wollten, konnten nur großräumig ausweichen. Die Ausweichmöglichkeit bestand nur über Salzburg auf der A10, Tauernautobahn, und Radstadt sowie der B320, Ennstal Bundesstraße. Auch die Sperren der B145, Salzkammergut Bundesstraße, bei Klachau sowie zwischen Kainisch und Bad Aussee stellen erhebliche Hürden für die Urlauber im Salzkammergut dar. Bad Aussee, Bad Mitterndorf und Tauplitz sind nur über die L731, Radlingpass Landesstraße erreichbar. "Dass die Anreise von tausenden Urlauber nur auf einer Landesstraße erhebliche Staus mit sich bringen wird, liegt auf der Hand", warnte Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst.

Entwarnung

"Die Lawinenkommissionen haben teilweise schon in der Nacht getagt und nach Maßgabe aller Sicherheitsrichtlinien konnten die Verbindungen wieder frei gegeben werden. Wir rechnen damit, dass im Laufe des Vormittages weitere Sicherheitssperren aufgehoben werden", fasst Barbara Kner, Sprecherin der ÖAMTC-Informationszentrale, um 7.30 Uhr die Situation zusammen. Zusätzlich konnten in der Steiermark auf mehreren Straßen die allgemeinen Kettenpflichten zurück genommen werden. So etwa auf der B69 Eibeswald-Soboth, der Weinebene Straße (L619) und der Straßen über Pretalsattel (L102), Alpl (B72) sowie Preiner Gscheid (L103).

Stauzonen

Weniger positiv lauteten die Informationen über die aktuellen Staulängen: Auf der A8 Richtung Salzburg kam man ab 08.00 Uhr auf einer Strecke von mehr als 30 Kilometern nur mehr im Schritttempo voran. Am Fernpass (B179) registrierte der ÖAMTC bereits ab 7.00 Uhr mehr als acht Kilometer Stau. "Hauptsorgenkind des Tages wird aber die A10 sein", erklärte Kner: "Trotz erweiterten Lkw-Fahrverbotes im Baustellenbereich Golling - Paß Lueg und der parallel verlaufenden B159 gab es bereits ab 7.30 Uhr rund 5 Kilometer Verkehrsstillstand."

"Alles in allem bilden die derzeitigen Staus erst den zaghaften Anfang des erwarteten Stauwochenendes. Mit kilometerlangen Staus und erheblichen Verzögerungen auf so gut wie allen Transitstrecken und Zufahrtstraßen in die Schigebiete ist im Laufe des Vormittags zu rechnen", so Haider. (APA)

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