Dieser Positionsstreit ist, wie Jens Jessen in der Zeit sagt, wenig plausibel. Klar, keine Mutter, die über ihre drei Kinder spricht, redet von "reichlich Humankapital". Niemand, der einen Sonntag auf der Couch verbringt, denkt an Vergeudung von Humankapital. Das Wort selbst ist auch keine fonetische Wohltat und auf das gesamte Leben übertragen gefährlich fehl am Platz.
Dort aber, wo es hingehört, nämlich in die Wirtschaft, hat es eine klare und gleichzeitig harte Bedeutung: Es sagt ehrlich, dass wir bewertet, verwaltet und bewirtschaftet werden. Wenn daraus die Erkenntnis wächst, wie kostbar Mitarbeiter sind, welche Wertschätzung ihnen gebührt und wie sorgsam Investitionen in Menschen, die jedes Unternehmen ausmachen, fließen müssen, dann ist das gut. Dass Unternehmen von zufriedenen, gesunden Mitarbeitern profitieren, ist ja erwiesen. Wenn Firmen erkennen, dass sie dafür viel tun müssen, dann ist das ein guter Weg. (Der Standard, Printausgabe, 5./6.2.2005)
Auch, damit nicht der Eindruck entsteht, man sei nicht engagiert
"Weiche" Faktoren wie Führungskultur und Mitarbeitermotivation sind definitiv Erfolgskriterien
Die Arbeitslosenzahlen gehen zwar allen Prognosen zufolge insgesamt nicht zurück - Auf den totalen Schockfrost in den Segmenten der Personalberater ist aber jetzt endlich Tauwetter gefolgt...
Was hinter der Beobachtung steckt, gut ausgebildete Junge hätten erschreckende soziale Fähigkeiten
"Ein paar Spielsachen müssen wir weggeben, damit das Christkind Platz für die neuen Dinge hat" - so ein sanfter Überredungsdruck ist derzeit in Familien wahrscheinlich ein Stehsatz...
Hätte es die Krise nicht gegeben - oder wäre sie anders verlaufen -, wenn in den Führungsgremien mehr Frauen säßen? Hätten sie andere Fragen zu Risken gestellt?
Über das bekannte Klischee des "Anwesenheitsmythos" und das Ausbrechen aus der 24-7-Erreichbarkeit
Frauen sind billiger. Klingt schrecklich - ließe sich vielleicht sogar weniger krass formulieren -, ist aber so...
Trotz Rezession wächst der Philanthropismus
Am heftigsten wird auch jetzt gesucht, wo die wenigsten hin wollen: Verkauf, Vertrieb, Kundenbetreuung, Sales
Top-Manager gegen "das Böse", gegen die Gier?
Gibt es einen neuen Wertekanon, den Code of Conduct im Management?
Betrogene Generation. Vergessene Generation. Die Beiworte, die Mittzwanziger heute schmücken, sind nicht gerade ermutigend...
"Was kostet Vertrauen?", Vertrauen als Grundbedürfnis
Welche Grundhaltungen der Mitarbeiter - abseits von allen Schlagworten wie High Potential, Top-Performer usw. bringen ein Unternehmen weiter?
Die Chefs kennen die Wünsche der Mitarbeiter...
Nichts sehen. Nichts hören. Nichts sagen. Das scheint verbreitetes Rollenverständnis von Aufsichtsräten in Österreich zu sein
Stress als Problem der Chefs und Mitarbeiter
Geübte Kenner der Zyklentheorie nach Nikolai Kontratieff wissen: Ein neuer Zyklus beginnt immer entlang den Knappheiten und Problemen, die der vorherige Zyklus erzeugt hat
Mit unterschiedlicher Geschwindigkeit zwar, aber: Die Weltwirtschaft steuere auf Wachstumskurs zurück, die Rezession laufe aus....
Stress macht Manager autoritär, sagen Studien - Je weniger durch eigenes Eingreifen verändert werden kann, desto größer wird die Angst in den Führungsetagen, kann man beobachten...
"Ich habe keinen Fehler gemacht", sagte Alfred Ötsch, Boss der ramponierten heimischen Fluglinie AUA, diese Woche vor Journalisten
Beruf, Familie, Haushalt, Versorgungsverantwortung
Was bedeutet die Krise für den Stellenmarkt? Für die Berufschancen Junger ("Millennials"), die jetzt in harte Zeiten kommen?
Suchen bis es passt - Die Wirklichkeit des "Traumjobs" ist oft anders
Was die toxischen Papiere in den Bilanzen und Erkenntnisse der Glücksforschung miteinander zu tun haben
Die Diagnose ist simpel, die Kur muss erst gefunden werden und Investmentbanker haben ihren astronomischen Bonus bereits kassiert
Der Aufruf zum positiven Denken ist derzeit weit verbreitet. Wer nicht sagt, dass sie/er positiv denkt, steht gleich im Verdacht, die (konjunkturelle) Lage nur noch zu verschlimmern, fleißig an einer "Abwärtsspirale" mitzudrehen...
Nach dem Crash ist vor dem Crash
Lernen sollte natürlich freudvoll und schön sein. Eine Bereicherung. Dass die Wirklichkeit oft anders ist, "lernt" man in der Schule...
Wirtschaftskapitäne und Berater meinen, die Medien schreiben zu schlimme Dinge über die Krise
"Hochgradig beunruhigende" Ergebnisse zur Wirtschaftskriminalität
In der Weiterbildungsindustrie beginnt es zu krachen...
Topmanager werden gehandelt wie Aktien...
Verzicht auf Bonuszahlungen ist gerade populär - Eine schöne Geschichte, aber frei erfunden
Noch wird unter Managern nicht von Tugenden wie Weisheit, Humanität, Respekt oder Dankbarkeit laut geredet...
Bürogespräche enden derzeit gern im Jammern, im öffentlichen Leiden (auf hierzulande sehr hohem Niveau) - Profi-Raunzer könnten in der Krise aber den Job verlieren
Die gute Nachricht aus der Krise: Sie deckt gerade einen großen Irrtum auf, nämlich dass Menschen rational handeln, Emotionen in der Wirtschaft entweder nicht da oder störend sind.
Über sogenannte Freunde und "Katzbuckler" und die Wichtigkeit langgepflegter Partnerschaften in Krisenzeiten
Neue Erfolgsmöglich- keiten durch "Corporate Gaming" - Der Spieltrieb avanciere zur Kernkompetenz in der Arbeitswelt von morgen
Gelten Mitarbeiter in harten Zeiten nicht mehr als "Humankapital", sondern fallen der Jobangst ihrer Chefs zu Opfer?
Zuordnungen von "weiblichen und männlichen" Eigenschaften sind mit gewisser Vorsicht zu genießen - Vor allem bei Führungskompetenz
Warum Lob von Führungsseite gerade in Krisenzeiten wichtig ist und wie es Mitarbeiter ermutigen soll
Humankapital ist einfach ein Beispiel, dass halt immer wieder schöne neue Wörter notwenig sind, um Altbekanntes zu sagen. Was mir daran aufstößt, ist die Entpersonalisierung: Humankapital statt Arbeitskräfte - da klingt es doch besser zu sagen, daß man die Humankapitalsbasis verringert als daß Mitarbeiter entlassen werden, nicht?
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dass nämlich das Kapital eines Unternehmens in erster Linie seine Mitarbeiter sind, und nicht der Maschinenpark. Denn ein Unternehmen kann heutzutage nur dann überleben, wenn es motivierte Mitarbeiter hat. Der Umkehrschluss ist durchaus zulässig, dass die Gewerkschaften mit ihrer Demotivationsstrategie Betriebe zerstören und damit völlig kontraproduktiv für die Arbeitnehmer agieren.
für realisten und "immerheutige" sollte beobachtbar sein, dass es zwar oft "unsere mitarbeiter" heißt, aber nur "unsere leistungsträger" gemeint sind.
ich beobachte sowohl in mittelbetrieben als auch in grossbetrieben, dass es dort ziemlich wurscht ist, wies den durchschnittlichen mitarbeiter geht oder was sie denken. bei bedarf wird halt ein sinnloses motivationsprogramm gefahren statt die leute im alltag nicht dauern zu demotivieren. und wenn das auch nicht reicht, dann raus mit ihnen.
Es drückt den nicht quantifizierbaren wert der mitarbeiter aus, die durch spezielle fähigkeiten (innerbetriebliche schulungen z.b.) eine wertvolle Basis für das bestehen eines Betriebes bilden.
Eine auswechelbare, angelernte tätigkeit die auch leicht ausgelagert werden kann würde ich nicht als humankapital bezeichnen.
Aber das ist nur meine interpretation.
und eigenartig das dies jetzt zum un-wort gekürt
wird. seit leute arbeiten und dafür bezahlt werden
und die güter bezahlt werden, wird dies gegen-
gerechnet, egal ob es human-capital heisst oder
markt-wert seiner arbeitskraft/fähigkeiten und leistungen.
in deutschland, bei den hohen arbeitslosenraten,
und den aktionen dortiger konzerne kann haber von
aufwertung, weniger vergeudung, kaum die rede
sein. und angesichts 1 EURO jobs von human
capital zu reden würden wohl die betroffenen für
verhöhnung empfinden. da sind wir bei 3. welt-
niveau
"Humankapital" ist wenigstens nicht so verlogen, sondern sagt was Sache ist. Mich regen mehr die Pseudopsychologisiererei und die ganzen Coacher auf, diese Psycho-Schönfärber und wie immer man sie bezeichnen will, die das alltägliche Elend am Arbeitsplatz zu einer heilen Welt mit Selbstentfaltungspotenzial zurechtfälschen trachten.
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