Dolinschek für Durchrechnung bei Arbeitslosengeld

11. Februar 2005, 16:34
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Wenn jemand in kurzer Zeit durch viel Arbeit viel verdient, soll es für einige Zeit keinen Bezug geben

Wien - Sozial-Staatssekretär Sigisbert Dolinschek (F) strebt beim Arbeitslosengeld ein Durchrechnungsmodell an. "Wenn jemand binnen kurzer Zeit durch viel Arbeit viel verdient, soll es einen gewissen Durchrechnungszeitraum geben, wo jemand nicht das Arbeitslosengeld lukrieren kann", schlägt Dolinschek in einem Interview für die Samstag-Ausgabe der "Presse" vor.

Für den Sozial-Staatssekretär wäre das eine Maßnahme im Kampf gegen Sozialbetrug. Als Beispiel nennt er das Schauspieler-Ehepaar Albert Fortell und Barbara Wussow, die seit November 2002 insgesamt 17.600 Euro Arbeitslosengeld und Notstandshilfe bezogen haben. "So ein 'Fall Fortell' hat im österreichischen Sozialsystem keinen Platz. In dem Zusammenhang sind auch die Sozialpartner gefordert. Es wird immer mehr Flexibilisierung am Arbeitsplatz gefordert, die Frage des Sozialmissbrauchs gehört dort eingearbeitet", erklärt Dolinschek. (APA)

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