Jeden Tag Physik

5. Februar 2005, 13:00
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10. Februar: Der Durchblick

Am 10. Februar 1923 starb Wilhelm Conrad Röntgen 78-jährig an Darmkrebs. Mit der Entdeckung der nach ihm benannten Strahlen begann ein neues medizinisches Zeitalter. Nur wenige Entdeckungen haben Medizin, Technik und Wissenschaft so stark beeinflusst wie diese, denn viele moderne Diagnoseverfahren beruhen darauf.

Nach Schulzeit in den Niederlanden und Studium in Zürich wurde der im deutschen Lennep geborene Röntgen nach mehreren Zwischenstationen Professor für Experimentalphysik in Würzburg, wo er 1893 auch Rektor der Universität wurde. 1895 entdeckte er dort eine neue Art von Strahlen, die er X-Strahlen nannte. In drei berühmten Arbeiten beschrieb er die Eigenschaften dieser Strahlung, die durch Körper dringen kann und so Bilder aus dem Körperinneren möglich machte.

Nach diesen Veröffentlichungen überließ er die weitere Erforschung und praktische Auswertung der später nach ihm benannten Strahlung aber anderen und widmete sich Gebieten der Physik, die ihm interessanter erschienen. Röntgen erhielt zu Lebzeiten 110 in- und ausländische Ehrungen - darunter den allerersten verliehenen Physiknobelpreis. (DER STANDARD-ALBUM, Print-Ausgabe, 5./6. 2. 2005)

Für das Weltjahr der Physik erarbeiteten heimische Schulen (im aktuellen Beispiel die Grazer BHAK für Berufstätige, Grazbachgasse) mit der Österreichischen Physikalischen Gesellschaft einen Physikkalender: Dort findet sich zu jedem Tag im Jahr ein für die Physik bedeutendes Ereignis. Das ALBUM öffnet für jede Woche ein ausgewähltes Kalenderfenster.
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