Prokop will Quote dem aktuellen Bedarf anpassen

8. Februar 2005, 11:20
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Länder sollen "in den nächsten Wochen" neue Vorschläge bekommen

Wien - Die zwischen dem Bund und den Ländern vereinbarte Quote zur Unterbringung von Flüchtlingen könnte nun geändert werden. Innenministerin Liese Prokop (V) hat am Freitagabend bei einem Treffen mit den Sozial-Landesräten der Ländern vereinbart, dass die Quoten für die Unterbringung schutzbedürftiger Fremder in der Grundversorgung "dem aktuellen Bedarf angepasst" werden, teilte eine Sprecherin des Innenministeriums der APA mit. Das könnte auch eine Veränderung der Quoten bedeuten. Prokop wolle den Ländern "in den nächsten Wochen" ihre Vorschläge vorlegen.

Die Sprecherin betonte, dass sich alle Länder zur Grundversorgung von Flüchtlingen bekannt hätten. Alle hätten versichert, dass man partnerschaftlich miteinander umgehen und eine Lösung finden wolle.

Wien ist derzeit das einzige Bundesland, wo mehr Flüchtlinge in die Grundversorgung aufgenommen wurden als vereinbart. In der Bundeshauptstadt wurden sogar um fast 80 Prozent mehr aufgenommen. Niederösterreich weicht mit minus 3,7 Prozent nur geringfügig ab. Alle anderen Bundesländer weisen ein Minus von über zehn Prozent ab. Insgesamt befanden sich mit Stichtag 4. Februar 27.842 hilfs- und schutzbedürftige Fremde in der Grundversorgung. (APA)

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