Steiermark: Suche nach vermissten Jägern fortgesetzt

6. Februar 2005, 17:52
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Fahrzeugteile mit Spezialsonde geortet - Bundesheer-Lawinenzug zur Unterstützung

Graz - In der Obersteiermark wurde am Sonntag die Suche nach drei vermissten Jägern fortgesetzt. Die Männer waren am Donnerstag im Zuge einer Wildfütterung im Gebiet Tregelwang von einer Lawine verschüttet worden. Nach zweitägiger intensiver Suche wurden einige Metallteile gefunden, die zu den Fahrzeugen der Vermissten gehören. Bei der Suche am Sonntag wurde auch ein Kleinbagger eingesetzt, außerdem unterstützte ein Lawinenzug des Bundesheeres Bergrettung und Gendarmerie.

Fahrzeugteile mit Spezialsonde geortet

Walter K. (37), Gottfried G. (60) und Herbert H. (47) waren mit einem Traktor und einem Geländeauto zur Wildfütterung am Leobner unterwegs gewesen, als eine riesige Staublawine abging. Von den drei Männern fehlte seither jede Spur. Mit einer Spezialsonde, die mittels Kamera bis zu einer Tiefe von 30 Metern Bilder liefern kann, wurden Teile der Fahrzeuge geortet. Wie sich herausstellte, wurden diese offenbar mehrere hundert Meter mitgerissen.

Im Einsatz waren rund 100 Personen von Bergrettung, Gendarmerie und Bundesheer, außerdem ein spezieller Lawinenzug der Heeres. Die Suchtrupps kämpften vor allem mit den Schneemassen, die so hart geworden sind, dass der Bagger zum Graben benötigt wurde.

Im Ennstal und im Salzkammergut hatte sich die Lage am Sonntag weitgehend entspannt, die meisten Straßen waren wieder befahrbar. Auch Bad Aussee ist von steirischer Seite aus wieder zu erreichen, allerdings nur über die Radlingstraße. Die restlichen Urlauber auf der Planneralm konnten abreisen, auch die Zufahrt war wieder möglich. (APA)

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