Börse nimmt Borussia Dortmund unter die Lupe

12. Februar 2005, 13:45
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Angaben des Bundesligisten möglicherweise unvollständig

Dortmund - Der Börsengang des finanziell angeschlagenen deutschen Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund wird gut vier Jahre nach der Erstnotiz erneut unter die Lupe genommen. Wie die "Financial Times Deutschland" (Freitagsausgabe) unter Berufung auf eine Börsensprecherin berichtet, prüft die Zulassungsstelle in Frankfurt, ob Borussia im Emissionsprojekt wichtige Informationen verschwiegen hat.

Dabei gehe es um die Verpfändung des Vereinsnamens an den Versicherungskonzern Gerling. Das Versäumnis könne ein Verstoß gegen Paragraf 44 Börsengesetz sein, hieß es in dem Bericht. Anleger haben danach einen Anspruch auf Erstattung des Kaufpreises ihrer Aktien, wenn im Börsenprospekt wesentliche Angaben unrichtig oder unvollständig sind.

In seinem Verkaufsprospekt habe der Verein im Oktober 2000 die Anleger zwar darauf hingewiesen, seine Sportartikelmarke Goool für 20 Millionen Euro an Gerling verkauft und die Nutzungsrechte zurückgeleast zu haben, berichtete die Zeitung. Allerdings habe die Klubführung zur Verpfändung des Vereinsnamens keine Angaben gemacht. (APA)

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