Sharon sieht keine Fortschritte bei Palästinensern

6. Februar 2005, 15:23
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"Keine bedeutende Maßnahme gegen den Terrorismus getroffen" - Keine Rede mehr vom "historischen Durchbruch"

Jerusalem - Der israelische Regierungschef Ariel Sharon hat der Palästinenserführung vorgeworfen, bei der Bekämpfung des Terrorismus bisher keinerlei Fortschritte gemacht zu haben. "Die palästinensische Seite hat nichts getan, außer ihre Einheiten in Gaza zu stationieren, und sie hat keine bedeutende Maßnahme im Kampf gegen den Terrorismus getroffen", sagte Sharon nach Angaben seines Büros am Freitag in einem Telefonat mit seinem norwegischen Amtskollegen Kjell Magne Bondevik. Israel werde erst dann im Sinne des internationalen Friedensplans verhandeln, wenn die Palästinenser "ihre Terrorakte eingestellt, terroristische Infrastrukturen aufgelöst und Reformen in der Regierung" vorangetrieben hätten.

Sharons Äußerungen waren deutlich schärfer als in den vergangenen Tagen, als er die Bemühungen des palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas (Abu Mazen) wohlwollender kommentiert hatte. Vergangene Woche hatte der israelische Regierungschef sogar gesagt, "ein historischer Durchbruch" in den Beziehungen zu den Palästinensern sei möglich. Für Dienstag ist ein Gipfeltreffen zwischen Sharon und Abbas in Ägypten geplant. (APA/AFP)

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