Das Schloss rüstet auf

4. Februar 2005, 20:59
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Überwachungskameras, Bewegungssenoren, Nonstop-Bewachung: Neues Sicherheitspaket soll gegen Kleinkriminalität schützen

Wien - Brände, Bombendrohungen, Panik und Diebstähle - das sind nur einige der möglichen Gefahren, gegen die sich ein Publikumsmagnet wie das Schloss Schönbrunn in Wien wappnen muss. Aus diesem Grund wurde nun mit dem ehemaligen Cobra-Chef Wolfgang Bachler ein eigenes Sicherheitspaket entwickelt. Insgesamt zehn Millionen Euro werden dazu in den kommenden zehn Jahren investiert. Laut Bachler wurde ein eigener Risikokatalog erstellt, in dem Vorfälle nach ihrer möglichen Häufigkeit bewertet worden sind. Demnach sind elementare Naturereignisse in Schönbrunn eher selten zu erwarten, Kleinkriminalität und Brände hingegen schon eher. Zwölf Kleinbrände wurden in den vergangenen Jahren im Schloss und auf dem Areal registriert. Inzwischen gibt es in Schönbrunn eine aufwändige Sprinkleranlage, die Schäden waren daher nur gering.

Nonstop bewacht

Vorgesehen ist auch die Anbringung weiterer Überwachungskameras, Bewegungssensoren sowie eines neuen Alarmsystems. Auch der Bau einer Sicherheitszentrale - die rund um die Uhr besetzt werden wird - ist geplant. Von dort aus soll nicht nur das Schloss Schönbrunn "bewacht" werden, sondern auch die Schauräume in der Hofburg und das Hofmobiliendepot.

Durch das Schloss werden jeden Tag etwa 6.000 Besucher geführt. Darum muss laut Bachler vor allem eine mögliche Evakuierung gut geplant sein. Auch hier kommt den Mitarbeitern eine wichtige Rolle zu: Funktionieren soll eine Räumung über die Alarmierung des Personals mittels Funkgeräten bzw. über die Pager der Fremdenführer. Eine Evakuierung des Hauptgebäudes soll innerhalb von rund sieben Minuten möglich sein. (APA)

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